• Anschlag auf Asylun­ter­kunft in Freital. (Foto: Polizei)

    Anschlag auf Asylun­ter­kunft in Freital. (Foto: Polizei)

Weitere Razzia bei rechtsextremer Bürgerwehr FTL/360 in Freital

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Ermittler der Dresdner General­staats­an­walt­schaft haben acht weitere Wohnungen in Freital durch­sucht. Die Aktion am Mittwoch richtete sich gegen sieben Beschul­digte, teilte Wolfgang Klein von der Dresdner General­staats­an­walt­schaft mit. Sie sollen u.a. für Anschläge auf ein Auto eines Linken-Stadtrates und das Freitaler Büro der Partei verantwortlich sein.

Bei der Razzia sind Sturm­hauben, verbo­tene Pyrotechnik, sowie PCs beschlag­nahmt worden. 63 Polizisten waren an der Razzia betei­ligt. Die Razzia steht im Zusammenhang mit der Bürgerwehr FTL / 360. Die Gruppe hatte sich über Facebook organisiert, hatte gegen Flüchtlinge Stimmung gemacht und eine Streife im Bus 360 von Dresden über Dippoldiswalde nach Altenberg organisiert. Der Rädelsführer der Gruppe war Busfahrer im RVD auf der betreffenden Buslinie. Er sitzt in Untersuchungshaft.

Auch Anschläge auf eine Asylun­ter­kunft in Freital und ein links­al­ter­na­tives Wohnpro­jekt in Dresden sollen auf das Konto der Gruppe gehen.

Ebenso wird ihnen der Angriff mit einem Baseball­schläger auf ein Auto mit Teilneh­mern einer Pro-Asyl-Demo in Freital angelastet. Im Auto saß auch Johann Dulig, SPD-Politiker und Sohn von Vize-Ministerpräsident Martin Dulig.

Gegen fünf Mitglieder der rechtsextremen Bürgerwehr wurde bereits im November Anklage erhoben, drei Mitglieder sitzen noch in Untersuchungshaft. Eine Entscheidung des Amtsgerichtes über die Eröffnung des Hauptverfahrens steht noch aus.