Wieder Razzia bei KMN-Gang in Dresden
Spezialkräfte der Dresdner Polizei haben am Mittwochmorgen drei Wohnungen in Strehlen und Reick und eine Bar am Hauptbahnhof durchsucht. Die Objekte werden laut Polizei dem Umfeld der sogenannten KMN-Gang zugeordnet.
Ausgangspunkt für die aktuelle Razzia war eine Bedrohung mit einer Waffe in der Bar hinter dem Dresdner Hauptbahnhof an der Winckelmannstraße. Bei den Durchsuchungen sind heute vier Schreckschusspistolen und eine Machete sichergestellt. Ob die Tatwaffe darunter ist, wird geprüft, teilte ein Polizeisprecher mit. Festnahmen gab es diesmal nicht, die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei gehen weiter. Man habe die Gruppe weiter im Fokus, hieß es von den Ermittlern.
Die Rapper-Gruppe KMN-Gang steht im Zusammenhang mit verschiendenen Drogendelikten oder beispielsweise einer gewaltsamen Auseinandersetzung vor der Bar am Hauptbahnhof im Sommer 2017. Auch an der Bar am Rundkino gab es vergangenes Jahr eine gewaltsame Auseinandersetzung unter Beteiligung der KMN-Gang. Mitglieder der Gruppe sind bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.
Mitteilung der Dresdner Polizei zur aktuellen Razzia:
Heute Morgen durchsuchten Kriminalbeamte der Polizeidirektion Dresden drei Wohnungen sowie eine Bar in der Landeshauptstadt. Dabei wurden sie von Spezialeinsatzkräften des Landeskriminalamtes sowie der Bereitschaftspolizei Sachsen unterstützt.
Die Durchsuchungen richteten sich gegen Objekte, die dem Umfeld der KMN Gang zuzuordnen sind.
Ausgangspunkt war eine Bedrohung in einer Bar an der Winckelmannstraße. Dort ist Anfang September ein 30-Jähriger von einem Mann (26), der dem Umfeld der KMN-Gang zuzuordnen ist, mit einer Pistole bedroht worden.
Im Zuge der Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und des Verstoßes gegen das Waffengesetz erwirkte die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse für die Bar sowie drei Wohnungen in Dresden-Strehlen und Dresden-Reick.
Im Ergebnis stellten die Polizisten unter anderem vier Schreckschusspistolen sowie eine Machete sicher. Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei dauern an.