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Tödlicher Arbeitsunfall bei Glashütte

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Am Freitagvormittag gegen 10:45 Uhr kam es auf der K9061, der Verbindungsstraße zwischen Döbra bei Liebstadt und Börnchen bei Glashütte, zu einem tragischen Arbeitsunfall, bei dem ein 53-jähriger Mitarbeiter einer Straßenmeisterei tödlich verunglückte.

Nach ersten Informationen wollte der Arbeiter gegen 10:45 Uhr mit einem Kran-Greifer einen Wurzelballen von einem Hang auf einen Lkw mit Kran verladen. Dabei löste sich offenbar der Ballen, an dem noch starkes Gehölz (etwa 1,50 Meter) herausragte. Aus noch zu klärender Ursache fiel der Ballen nach unten und erfasste den Mann. Der Arbeiter wurde von der schweren Last getroffen und unter mehreren kleinen Holzstämmen eingeklemmt.

Kollegen der Straßenmeisterei, die etwa 200 Meter entfernt mit anderen Arbeiten beschäftigt waren, bemerkten den Vorfall und setzten sofort den Notruf ab. Umgehend rückten die Feuerwehren aus Glashütte und Dittersdorf zum Unfallort aus, ebenso der Rettungsdienst und der Rettungshubschrauber „Christoph 62“ aus Bautzen. Auch die Polizei kam zum Einsatzort.

Die Einsatzkräfte befreiten den Mann, indem sie mit einer Motorsäge die Holzstämme des Wurzelballens abtrennten. Trotz der schnellen Hilfe konnte ein Notarzt vor Ort nur noch den Tod des 53-Jährigen feststellen.

Zur psychischen Betreuung der Kollegen des Verunglückten und zur Verständigung der Angehörigen wurde das Kriseninterventionsteam (KIT) Osterzgebirge vom DRK Freital sowie das PSNV-Team (Psychosoziale Notfallversorgung) der Johanniter aus Heidenau angefordert.

Wie bei tödlichen Arbeitsunfällen üblich, wurden die Landesdirektion Sachsen aus Dresden sowie die Kriminalpolizei in die Ermittlungen einbezogen. Diese sicherten vor Ort Spuren und versuchen nun, die genaue Unfallursache zu klären.

Die K9061 blieb zwischen Döbra und Börnchen für die Dauer der Einsatz- und Ermittlungsarbeiten voll gesperrt. Erst gegen 15:20 Uhr konnte die Straße wieder freigegeben werden.