• Freispruch nach Vergewaltigungsvorwurf. (Symbolbild/Archiv: dpa)

Syrischer Flüchtling von Vergewaltigungsvorwurf in Gorbitz freigesprochen

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Am Dresdner Amtsgericht ist ein junger Asylbewerber zu 15 Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden wegen Diebstahls (in 10 Fällen), Drogenbesitz (in zwei Fällen) und Schwarzfahrens.

Vom schwersten Vorwurf, der angeklagten Vergewaltigung einer 44-jährigen Sozialarbeiterin in seiner Wohnung in Gorbitz, ist der Syrer dagegen freigesprochen worden. Das Gericht sah keinen Vergewaltigungsvorsatz, teilte ein Sprecher des Amtsgericht auf unsere Anfrage mit. Der Prozess wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführt, um die Sozialarbeiterin zu schützen. Weitere Details zum Urteilsspruch sind deswegen nicht bekannt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Strafe zur Bewährung ausgesetzt

Die Strafe wurde für zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt, auch weitere Auflagen wurden erteilt. Dem damals 20-Jährigen war von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen worden, sich im November 2017 an einer Sozialarbeiterin bei ihrem Hausbesuch bei ihm vergangen zu haben. Der Flüchtling wurde damals festgenommen, Haftbefehl wurde erlassen. Er saß vier Monate lang in Untersuchungshaft. Bereits direkt zum Prozessauftakt wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

Der Fall hatte damals in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen, so wurden politische Forderungen laut, dass mehr für den Schutz von Sozialarbeiterinnen getan wird. So sei eine Mitarbeiterin für 80 Flüchtlinge zuständig. Hausbesuche sollten zu zweit erfolgen, so die Forderung.