• Am Amtsgericht ist am Mittwoch der Prozess zur Vergewaltigung einer Sozialarbeiterin in Gorbitz gestartet. (Symbolbild: dpa)

Prozess nach Vergewaltigung von Sozialarbeiterin in Dresden gestartet

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Am Dresdner Amtsgericht ist am Mittwochvormittag der Prozess zur Vergewaltigung einer Sozialarbeiterin in Gorbitz gestartet. Die Öffentlichkeit ist zum Prozessauftakt ausgeschlossen worden, da es sich beim Angeklagten um einen Heranwachsenden handelt. Zudem solle das Opfer geschützt werden, hieß es vom Gericht. Dafür hatte sich die Anwältin der betroffenen Frau stark gemacht.

Syrer soll sich an Sozialarbeiterin bei Hausbesuch vergangen haben

Der Flüchtling aus Syrien soll zur Tatzeit im November 2017 20 Jahre alt gewesen sein. Er soll die 44-jährige Sozialarbeiterirn bei einem Hausbesuch in seiner Wohnung in Gorbitz vergewaltigt haben, teilt die Staatsanwaltschaft mit. Der Fall hatte damals in der Öffentlichkeit hohe Wellen geschlagen, zudem wurden politische Forderungen laut, dass mehr für den Schutz von Sozialarbeiterinnen getan wird. So sei eine Mitarbeiterin für 80 Flüchtlinge zuständig. Hausbesuche sollten zu zweit erfolgen, so die Forderung.

Weitere Vorwürfe: Drogenhandel, Diebstahl, Schwarzfahren

Laut Staatsanwaltschaft muss sich der Asylbewerber zudem wegen Drogenhandels verantworten. Er soll u. a. 140 Gramm Marihuana und Haschisch verkauft haben. Zudem geht es um zehn Diebstahlsfälle, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte in Verbindung mit Körperverletzung, Hausfriedensbruch und Erschleichen von Leistungen (Schwarzfahren), sagte Sprecher Lorenz Haase. Die Staatsanwaltschaft hat eine Reihe von Straftaten seit 2016 angeklagt.

Die Vergewaltigung hatte sich im November 2017 ereignet, damals war vom Tatort zunächst von der Friedrichstadt die Rede, später korrigierte die Polizei dann diese Angaben. Der Syrer wurde nach der Tat festgenommen, es wurde Haftbefehl erlassen. Auch ein DNA-Test wurde angeordnet. Nähere Details wurden damals nicht veröffentlicht.

Bis zum 4. April sind am Amtsgericht Dresden weitere drei Verhandlungstage angesetzt. Ob die Urteilsverkündung dann für die Öffentlichkeit freigegeben wird, sei noch unklar, hieß es vom Gericht.