- Bei Baumarten mit schweren Samen wie Buchen oder Eichen werden in den zugelassenen Erntebeständen Netze zur Ernte ausgelegt.
Saatgutmangel bremst Waldumbau aus
Der Bedarf ist groß, das Angebot gering: Sachsenforst hat eine durchwachsene, erste Bilanz zur Saatguternte in diesem Jahr gezogen. Schon in den vergangenen Jahren konnte der Bedarf kaum gedeckt werden, heißt es in einer Mitteilung. Auch in diesem Jahr bleibt die Situation angespannt.
Die Erntemengen für die wichtigsten Baumarten Buche, Eiche und Tanne reichen nicht aus. Das bremse den Waldumbau und die Wiederbewaldung von vielen Schadflächen aus, so Sachsenforst. Insgesamt seien 110 Kilogramm reinen Saatgutes im Staatswald zusammengekommen. Benötigt würden allerdings 500 Kilogramm, um genug neue Bäume heranzuziehen. Die Forstleute müssten nun versuchen, Saatgut zu importieren.
Der Grund für die schlechte Ausbeute sei der Klimawandel. „Der unübersehbare Klimawandel schwächt auch die Erntebestände. Die Elternbäume stehen unter Stress und bilden nicht ausreichend oder nicht verwertbares Saatgut“, sagte Landesforstpräsident Utz Hempfling.
Die größten Sorgen bereite die Rotbuche. Nur im westlichen und mittleren Erzgebirge seien ausreichend Bucheckern zusammengekommen, in den übrigen Regionen sei zu wenig geerntet worden. Auch bei Eichen und Weißtannen seien die Erträge schmal gewesen.
