++ EIL ++

Prozess zu Vergewaltigung an Nossener Brücke gestartet

Zuletzt aktualisiert:

Einem mutma­ß­li­chen Verge­wal­tiger wird seit Freitag­vor­mittag vor dem Dresdner Landge­richt der Prozess gemacht. Der 31-jährige Marok­kaner soll im September eine Frau auf der Zwickauer Straße unter­halb der Nossener Brücke missbraucht haben. Zum Prozess­auf­takt bestritt er eine Verge­wal­ti­gung, er habe Familie und "schwöre bei Gott", unschuldig zu sein. Angeklagter bestreitet VorwürfeDer Angeklagte sprach davon, einver­nehm­li­chen Sex gehabt zu haben. Er habe auf der Grünfläche Bier getrunken und die Frau dort kennen­ge­lernt. Man sei zusammen in ein Gebüsch gegangen. Als sie wieder heraus­kamen, sei er von zwei Unbekannten angegriffen worden. Staats­an­walt­schaft und Richter bezwei­feln diese Angaben. Bei seinen Aussagen bei der Polizei und vor Gericht ergaben sich Wider­sprüche. Der Richter wies darauf hin, dass ein Geständnis sich straf­mil­dernd auswirken könnte. Ihm drohen bei Verur­tei­lung zwischen fünf und 15 Jahre Haft wegen schwerer Verge­wal­ti­gung.Verge­wal­ti­gung am helllichten TagZur Nachmittagszeit (15.50 Uhr) hatte der Nordafrikaner am 17. September laut Anklage die ebenfalls 31-jährige am Treppenaufgang Zwickauer Straße mit einer Glasscherbe bedroht und sie in ein Gebüsch gezerrt. Die Frau konnte sich später verletzt in ein Büro flüchten. Der mutmaßliche Angreifer wurde noch am gleichen Tag festgenommen. Er war mit Verletzungen in seine Asylunterkunft an der Tharandter Straße gekommen, die Polizei wurde alarmiert. Dabei ergab sich dann der Tatverdacht gegen den 31-Jährigen.Das Opfer hat unter Ausschluss der Öffent­lich­keit ausge­sagt. Für den Prozess wurden drei Verhand­lungs­tage angesetzt.