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Neuer Investor will Laubegaster Werft erhalten

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Nach dem Verkauf der Laubegaster Werft an den Dresdner Unternehmer Sven Spielvogel und die Immobilienfirma Richert Group ist die Zukunft der denkmalgeschützten Anlage offenbar gesichert.  

Der neue Investor will die Laubegaster Werft nach eigenen Angaben erhalten und weiterentwickeln. In einer Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, „Dresden ohne Elbdampfer ist wie Berlin ohne Fernsehturm.“ Spielvogel hatte sich die Werft nach eigenen Angaben für einen einstelligen Millionenbetrag gesichert.

Der bisherige Eigentümer Reinhard Saal hatte die insolvente Werft 2013 übernommen und saniert. Er zieht sich jetzt allerdings im Streit um andere Bauprojekte in Dresden aus der Stadt zurück. Deswegen will er auch den neuen Park am „Herzogin Garten“ für einen Euro verkaufen.

Hier die vollständige Pressemitteilung der Richert Group nachlesen:

Das Immobilienunternehmen RICHERT GROUP übernimmt das Grundstück der Werft Laubegast. Die denkmalgeschützte Anlage, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert reichen, verfügt über eine Nutzfläche von ca. 5.000 qm und eine Grundstücksgröße von 33.761 m². Das Grundstück wird von der zukünftigen Objektgesellschaft „Werft Laubegast GmbH“ gehalten. „Der Kaufpreis beläuft sich auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag“, so Sven Spielvogel, geschäftsführender Gesellschafter der Objektgesellschaft.

Die in Berlin und Dresden ansässige Immobiliengruppe erweitert damit ihren Eigenbestand um einen bedeutenden Anteil an gewerblichen und industriellen Flächen. Das Gelände der Werft besteht aus verschiedenen 1895 errichteten, denkmalgeschützten Gebäuden, der Slipanlage sowie einigen Erweiterungsbauten aus DDR- und Nachwendezeiten. Hauptmieter ist die Sächsische Dampschiffahrt GmbH. „Die Laubegaster Werft ist ein einmaliger und außergewöhnlicher Dresdner Ort, den wir gern weiter entwickeln wollen. Wichtig ist uns der Erhalt des von der Dampfschifffahrt genutzten industriellen Kerns, denn Dresden ohne Elbdampfer ist wie
Berlin ohne Fernsehturm.

Auf den anderen Flächen werden wir zukünftig weitere leichtindustrielleund Dienstleistungsnutzungen etablieren. In den nächsten Wochen sollen dazu Gespräche mit allen Beteiligten geführt werden. Mit dem Erwerb der Werft schärfen wir unser Profil als Spezialist für Altbaurevitalisierungen. Gleichzeitig bekennen wir uns zum Standort Dresden.“, sagt Sven Spielvogel. Die RICHERT GROUP ist ein privates Investmenthaus, das sich an den Standorten Dresden und Berlin mit dem Ankauf und der Entwicklung von Immobilien beschäftigt. Die Kernkompetenz liegt dabei in der Revitalisierung von Altbauten. Zu den bekannten Dresdner Objekten im Bestand gehören das Ärzte- und Geschäftshaus „Palais Weißer Hirsch“ auf dem Gelände des Lahmann-Areals und der Gasthof Weißig, die beide zurzeit saniert werden. Die Unternehmensgruppe befindet sich auf Expansionskurs. Der Gründer Rico Richert, Dipl.-Kfm. und Real Estate M&A Advisor (EBS) ist seit 1994 in der Immobilienbranche tätig und hat seitdem Transaktionen von mehr als 1 Mrd. EUR begleitet.