Dresdner Basketballer ziehen die Notbremse
Die Dresden Titans ziehen sich freiwillig aus der 2. Basketball-Bundesliga ProA zurück und starten künftig in der ProB. Grund dafür sind finanzielle Unsicherheiten und fehlende Infrastruktur für einen möglichen Aufstieg in die erste Liga. Das gab der Verein am Montag bekannt.
Um die steigenden Lizenzbedingungen für die höchste Spielklasse zu erfüllen, sind neben sportlichen Leistungen auch eine entsprechende Infrastruktur und finanzielle Ausstattung des Vereins notwendig. Eine der Voraussetzungen ist eine Halle für den Spielbetrieb, die mindestens 6.000 Besucher fasst. Eine solche Halle gibt es derzeit nicht in Dresden. Momentan werden die Heimspiele in der Margon Arena ausgetragen. Dort passen nur 3.000 Zuschauer rein.
Zudem verlässt Geschäftsführer Michael Born den Verein, auch Trainer Fabian Strauß hört auf. Die Titans wollen sich nun auf ihre erfolgreiche Nachwuchsarbeit konzentrieren und neue Strukturen aufbauen. Ziel bleibe es, langfristig wieder professionellen Basketball in Dresden zu etablieren.
Es scheitert an der fehlenden Halle
Bereits seit zwei Jahren arbeitet die Dresden Titans Basketball GmbH an einem Konzept für den Bau einer neuen Multifunktionshalle in Dresden. Unter mehreren Optionen kristallisierte sich dabei eine Multifunktionshalle am Flughafen, bekannt als „Airport-Arena“, heraus.
Eine Machbarkeitsstudie wurde erstellt und ein Stadtratsbeschluss vom Juni 2024 sieht vor, dass dieser Vorschlag zeitnah geprüft wird. Angesichts der leeren Kassen der Landeshauptstadt rückt der Bau einer solchen Halle - ob am Flughafen oder einem Alternativstandort - und damit der Aufstieg in die erste Liga jedoch in weite Ferne.
Zusätzlich erschweren angekündigte Kürzungen der Fördermittel von Stadt, Land und EU-Projektträgern die finanziellen Möglichkeiten des Dresden Titans e.V.. Vor diesem Hintergrund sieht die Dresden Titans Basketball GmbH große Herausforderungen auf den Profibasketballsport in Dresden zukommen.
