• Prozessauftakt am Landgericht Dresden. (Fotos: Tino Plunert)

Brandstifter von Coswig zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt

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Autor: Red

Der Brandstifter von Coswig muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Der Richter am Landgericht hatte eine Strafobergrenze für ein Geständnis in Aussicht gestellt. Der 24-jährige Angeklagte hat daraufhin heute zum Prozessauftakt eingeräumt, das Feuer beim WHG Holzfachmarkt in Coswig gelegt zu haben. Bei dem Feuer im Februar war ein Schaden von 7,5 Millionen Euro entstanden.

Der Richter sagte bei der Urteilsverkündung, er gehe davon aus, dass der Mann die Halle zielgericht in Brand gesetzt hat. Entlastend wurde das Geständnis gewertet. Gegen ihn sprach, dass er bereits vorher wegen Brandstiftung verurteilt worden war.

Er war fünf Wochen später unter dringendem Tatverdacht gefasst worden. Die Aufräumarbeiten dauerten zwei Monate. Derzeit läuft der Wiederaufbau der Halle, die Arbeiten sollen zum Jahresende abgeschlossen sein, teilte die WHG mit. Anschließend soll ein zweiter Bauabschnitt im kommenden Jahr starten für weitere Flächen.

Angeklagter legt Geständnis ab

Die Anwältin des 24-Jährigen hat zum Auftakt eine Erklärung verlesen. Darin räumt der Beschuldigte ein, in der Nacht zum 15. Februar den Maschendrahtzaun am Gelände zerschnitten und einen Holzstapel mit Industrieverdünner angezündet zu haben. Er sei aber nicht davon ausgegangen, dass das Feuer dieses Ausmaß annimmt. Für eine persönliche Aussage hat ihm der Richter einen Deal angeboten: Wenn sich der 24-Jährige umfangreich und detailiert äußert, kann er mit einem Strafmaß zwischen fünf Jahren und neun Monaten und sechs Jahren und sechs Monaten rechnen. Nun fiel bereits am Nachmittag das Urteil: sechs Jahre Haft.