Zweites Gelenk der Carolabrücke aufgetaucht
Mehr als ein halbes Jahr nach dem Teileinsturz der Dresdner Carolabrücke ist auch das letzte Brückengelenk gefunden worden. Das zweite Gelenk des eingestürzten Brückenzuges C sei am Montag geborgen worden, teilte die Stadt mit.
Dabei kam neben einem Schubschiff ein Bagger zum Einsatz. Eine Spezialfirma hatte das Gelenk zuvor mit Hilfe eines Echolot-Systems geortet.
Gelenk war spurlos verschwunden
Nachdem im Januar drei der vier Gelenkteile aus dem Fluss geborgen werden konnten, fehlte vom letzten bisher jede Spur. Weil davon jedoch keine akute Gefahr für die Schifffahrt ausging – die Fahrrinne war zuvor abgesucht worden – wurde die Suche zwischenzeitlich eingestellt.
In der vergangenen Woche hat die Firma GEO Ingenieurservice Nord-Ost aus Stralsund die Elbe im Auftrag des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Elbe nun mit einem genaueren Verfahren per Echolot System nochmals gescannt. Dabei konnte der Verdachtsfall festgestellt werden.
Löcher in der Elbe behindern Arbeiten
Die Elbe ist im Bereich der eingestürzten Brückenteile durch Ausspülungen an einigen Stellen mehrere Meter tief. Eine dieser als Kolk bezeichneten Vertiefungen befand sich unter dem Gelenk des eingebrochenen Brückenzuges C. Bei den Abbrucharbeiten ist dieses Stück vermutlich in den Kolk gerutscht. Bagger können diese Tiefe nur vom Schiff aus erreichen.