• (Symbol­bild: Archiv/Alexander Kwas)

    (Symbol­bild: Archiv/Alexander Kwas)

Zweifel an Arbeit von Gutachter bei Parkeisenbahn-Missbrauchsfall

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Der sächsi­sche Staats­be­trieb Schlösser und Gärten will kommende Woche zu den Konse­quenzen aus den Missbrauchs­fällen bei der Parkei­sen­bahn Dresden infor­mieren. Der unabhä­nige Gutachter Thomas Giesen,  frühere sächsi­scher Daten­schutz­be­auf­tragter und Jurist, soll seine Ergeb­nisse vorstellen. Der Verein Shukura will ein Konzept zum Kinder­schutz vorlegen.

Wie die Sächsische Zeitung berichtet (kostenpflichtig), habe der Gutachter allerdings ein Gespräch mit dem heute 17-jährigen Opfer nach dessen Erinnerung abgebrochen und die Übergriffe relativiert. Der Anwalt wollte sich dazu nicht äußeren. Auf Anfrage unseres Senders war am Freitag in der Kanzlei in Koblenz niemand erreichbar.

Die Presse­stelle der Schlös­ser­ver­wal­tung Sachsen, die für die Parkei­sen­bahn zuständig ist, wollte zu der Recherche und den Vorwürfen nichts sagen, verwies auf den Presse­termin am kommenden Mittwoch. Auch auf mehrfache Nachfrage verwies ein Sprecher darauf, dass man sich auch zu dem Artikel am Mittwoch äußern werde.

Über Jahre hatte ein ehren­amt­li­cher Mitar­beiter einen Jungen missbraucht - als der Fall ans Licht kam, nahm sich der Täter das Leben. Die Parkeisenbahn informiert die Eltern allerdings erst ein halbes Jahr später. Nach Recherche der SZ kamen später dann weitere Verdachtsfälle ans Licht.