Zweifel an Arbeit von Gutachter bei Parkeisenbahn-Missbrauchsfall
Der sächsische Staatsbetrieb Schlösser und Gärten will kommende Woche zu den Konsequenzen aus den Missbrauchsfällen bei der Parkeisenbahn Dresden informieren. Der unabhänige Gutachter Thomas Giesen, frühere sächsischer Datenschutzbeauftragter und Jurist, soll seine Ergebnisse vorstellen. Der Verein Shukura will ein Konzept zum Kinderschutz vorlegen.Wie die Sächsische Zeitung berichtet (kostenpflichtig), habe der Gutachter allerdings ein Gespräch mit dem heute 17-jährigen Opfer nach dessen Erinnerung abgebrochen und die Übergriffe relativiert. Der Anwalt wollte sich dazu nicht äußeren. Auf Anfrage unseres Senders war am Freitag in der Kanzlei in Koblenz niemand erreichbar. Die Pressestelle der Schlösserverwaltung Sachsen, die für die Parkeisenbahn zuständig ist, wollte zu der Recherche und den Vorwürfen nichts sagen, verwies auf den Pressetermin am kommenden Mittwoch. Auch auf mehrfache Nachfrage verwies ein Sprecher darauf, dass man sich auch zu dem Artikel am Mittwoch äußern werde. Über Jahre hatte ein ehrenamtlicher Mitarbeiter einen Jungen missbraucht - als der Fall ans Licht kam, nahm sich der Täter das Leben. Die Parkeisenbahn informiert die Eltern allerdings erst ein halbes Jahr später. Nach Recherche der SZ kamen später dann weitere Verdachtsfälle ans Licht.