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Zur Abkühlung: Dresden bekommt Nebelduschen

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Sie sorgen für Abkühlung und angenehme Frische in aufgeheizten Innenstädten: sogenannte Nebelduschen. Jetzt bekommt auch Dresden welche. 

Der Stadtbezirksbeirat Neustadt hat die Finanzierung der ersten beiden Nebelduschen beschlossen. Sie sollen im Rahmen eines Pilotprojekts am Jorge-Gomondai-Platz und in der Seestraße aufgestellt werden. Damit greift die Verwaltung eine Idee auf, die die SPD schon vor rund zwei Jahren beantragt hatte. Damals wurde der Vorschlag noch als zu teuer, zu wasserintensiv und unhygienisch abgelehnt.

Die Idee gibt es schon lange

„Es ist gut, dass die Verwaltung die Idee der Sprühnebel jetzt aufgreift und als Pilotprojekt umsetzt“, erklärt Christian Demuth, Stadtbezirksbeirat der SPD Neustadt. „Vor zwei Jahren wurde unser Antrag noch harsch abgelehnt, heute sehen wir, was mit Engagement und persönlichem Einsatz möglich ist. Der Blick in andere Städte zeigt: In Österreich, der Schweiz oder Frankreich sind Sprühnebel längst Standard. Während dort die Chancen solcher Anlagen im Vordergrund stehen, dominierte bei uns lange die Bedenkenträgerei. Genau das muss sich ändern.“

Hintergrund der Initiative ist die zunehmende Hitzebelastung in der Innenstadt. Besonders Kinder, Jugendliche und ältere Menschen leiden unter den heißen Sommern. In der dicht bebauten Neustadt wird Hitze zudem zunehmend zu einem wirtschaftlichen Problem für den Einzelhandel: Wer bei großer Hitze nicht vor die Tür geht, kauft auch nicht ein. Andere Städte zeigen, dass Sprühnebel die Hitze im öffentlichen Raum spürbar erträglicher machen und zugleich einen touristischen Mehrwert bieten.
 

Audio:

SDP-Stadtbezirksbeirat Christian Demuth