Zugchaos durch fragwürdige Notbrücke: Zwischenlösung gefunden
Nach dem tagelangen Chaos im Ostsächsischen Bahnverkehr durch eine provisorische Fußgängerbrücke am Bahnhof Bischofswerda wurde nun offenbar eine Lösung gefunden. Der komplette Zugverkehr wird ab sofort nur noch über Gleis 3 in geleitet, teilte die Länderbahn am Montagvormittag mit. Reisende erreichen den Bahnsteig nun mit einer ebenerdigen Überführung über die beiden stillgelegten Gleise 1 und 2.
Auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig kann der Zugverkehr überwiegend nach Plan organisiert werden. Durch fehlende Weichen war das am Gleis 1 nicht möglich. Dadurch kam es seit Samstag zu massiven Ausfällen und Verspätungen. „Auch wir wurden von der DB im laufenden Betrieb vor vollendete Tatsachen gestellt und überraschend über die fehlende Bauabnahme informiert“, sagte uns Länderbahnsprecherin Katerina Hagen. Daher konnte nur eingeschränkt reagiert werden. Durch die fehlende Infrastruktur sei ein Rangieren der Triebwagen auf Gleis 1 nicht möglich gewesen, sodass die Züge nur in einfacher Traktion fahren konnten, so Hagen weiter. Dadurch sei es zu überfüllten Zügen gekommen.
Reisende waren am Wochenende in Bischofswerda gestrandet. Zwischenzeitlich konnten sämtliche Züge aus Richtung Görlitz und Zittau nicht in Bischofswerda halten. Ein angekündigter Schienenersatzverkehr mit Bussen wurde nur unregelmäßig angeboten.
Die Fußgängerbrücke aus Gerüstteilen bleibt unterdessen gesperrt. Sie war am Freitagabend wegen statischen Bedenken gesperrt worden. Bis wann die Mängel behoben sein werden, bleibt zunächst offen.