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Zoll-Razzia in Dresden

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Das Landes­kri­mi­nalamt durch­sucht nach unseren Infor­ma­tionen seit Diens­tag­vor­mittag ein Haus im Bereich Mügelner Straße / Langer Weg. Es geht um ein Gebäude in der Nähe des IHK-Bildungs­zen­trums. Zivile Einsatz­fahr­zeuge und Fahrzeuge des LKA fuhren vor, ebenso der Zoll. Die Staats­an­walt­schaft Dresden ermit­telt in dem Fall. Es geht um den Vorwurf des Vorent­halts von Arbeits­ent­gelt und Untreue, sagte Sprecher Claus Bogner. Konkret sollen nach Angaben des Sprechers für 43 Mitar­beiter eines Sicher­heits­dienstes keine Sozial­ab­gaben gezahlt worden sein. Bei der Durch­su­chung ging es darum, Buchhal­tungs- und Konto-Dokumente sicher­zu­stellen, hieß es.Es soll um einen Schaden von 270.000 Euro gehen, teilte Bogner auf unsere Anfrage mit. Konkret sollen zwischen November 2015 und Februar 2016 die 43 Sicher­heits­leute als Prakti­kanten beschäf­tigt worden sein. Insge­samt werde gegen vier Beschul­digte ermit­telt. In dem Bereich am Langen Weg hatte es bereits im vergangenen Jahr eine Schießerei unter Tschetschenen und Deutschen gegeben. Wie ein LKA-Sprecher unserem Sender sagte, habe der aktuelle Einsatz aber keinen Zusammhang zu der Schießerei vom September 2015 oder zu dem Bundesweiten-Anti-Terror-Einsatz, der aktuell in fünf Bundesländern gegen Tschetschenen läuft.