++ EIL ++

Zeugenaufruf nach Polizeieinsatz in der Dresdner Friedrichstadt

Zuletzt aktualisiert:

Einen Großein­satz der Polizei hat es nach unseren Infor­ma­tionen in der Nacht zu Freitag in der Dresdner Fried­rich­stadt gegeben. Polizei und Feuer­wehr mussten zur Schäfer­straße ausrü­cken. Aus einer Wohnung waren Hilfe­schreie zu hören. Am Freitag­nach­mittag haben Polizei und Staats­an­walt­schaft Details veröf­fent­licht: In der Nacht zu Freitag (23:30 Uhr) drangen vier Unbekannte in eine Wohnung an der Schäfer­straße ein und raubten Bargeld. In der Folge versprühten die Männer Pfeffer­spray, wodurch vier alarmierte Polizei­be­amte verletzt wurden. Die Unbekannten hatten sich Zutritt zu einem Mehrfa­mi­li­en­haus an der Schäfer­straße verschafft und drangen dort anschlie­ßend in eine Wohnung ein. Während jeweils einer der Unbekannten eine 20-Jährige, die sich in der Wohnung aufhielt, unter Kontrolle hielt, durch­suchten die Komplizen die Räume. Mit etwas Bargeld verließ das Quartett schlie­ß­lich die Wohnung. Die 20-Jährige wurde leicht verletzt. Hausbe­wohner hatten zwischen­zeit­lich die Hilfe­rufe der jungen Frau vernommen und die Polizei verstän­digt. Als die ersten beiden Beamten am Haus eintrafen, kamen ihnen die Täter entgegen und versprühten unver­mit­telt Reizgas. Auf ihrer Flucht versprühten sie nochmals Reizgas, um weitere sie verfol­gende Polizisten aufzu­halten. Dadurch erlitten insge­samt vier Beamte (25/25/27/51) leichte Verlet­zungen. Einem der Männer folgten die Beamten bis zu einem Firmen­grund­stück. Auf dem weitläu­figen Gelände verloren die Beamten ihn aus den Augen. Im Zuge der weiteren Fahndungs­maß­nahmen kamen neben weiteren Beamten, auch ein Polizei­hub­schrauber sowie Dienst­hunde zum Einsatz. Noch in der Nacht stellten Einsatz­kräfte einen 33-jährigen Dresdner. Der Verdacht gegen ihn, an der Tat betei­ligt gewesen zu sein, hat sich nach den bishe­rigen Ermitt­lungen nicht bestä­tigt. Alle vier Männer waren zum Tatzeit­punkt maskiert und trugen dunkle Kleidung. Dabei war auf der Oberbe­klei­dung der Schriftzug Polizei aufge­bracht. Die Männer sprachen unter­ein­ander deutsch mit ortsüb­li­chem Dialekt. Die Dresdner Staats­an­walt­schaft und die Krimi­nal­po­lizei haben die Ermitt­lungen wegen schweren Raubes, Wider­standes gegen Vollstre­ckungs­be­amte sowie gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung übernommen. Zeugen, welche Angaben zum Sachver­halt machen können, werden gebeten, sich bei der Dresdner Polizei unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 zu melden.