Nach Waldbrand an der Bastei - Polizei sucht Zeugen

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Nach dem Waldbrand an der Bastei in der Sächsischen Schweiz hat die Polizei erste Hinweise erhalten, denen die Ermittler nun nachgehen. Zu Details machten die Beamten keine Angaben. "Die Hinweise müssen nun ausgewertet werden, eine heiße Spur ist aber noch nicht dabei", sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Dresden am Mittwoch.

Als wichtige Zeugen werden allerdings drei junge Männer gesucht, die am Sonntagnachmittag auf einem Felsvorsprung saßen und dort Wasserpfeife rauchten. Medienberichten zufolge soll die Gruppe die sogenannten Shishas mit in den Nationalpark genommen haben - trotz strengem Rauchverbot. "Uns liegt ein entsprechendes Foto der Gruppe von Sonntag späten Nachmittag vor. Wir wollen von den Männern wissen, ob sie etwas beobachtete haben und wie lange sie dort waren", erläuterte der Polizeisprecher.

Das Feuer war in der Nacht zu Montag unterhalb der Basteibrücke ausgebrochen und hatte auf einer Fläche von 2.500 Quadratmetern gewütet. Mehr als 100 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Die Arbeiten waren sehr schwierig, weil es an einem Steilhang mit 190 Meter Höhenunterschied brannte. Großteils mussten sich die Einsatzkräfte mit Seilen absichern.

Der Einsatzleiter der Feuerwehr geht davon aus, dass jemand eine brennende Zigarette oder Ähnliches von der Festungsanlage geworfen und so das Feuer ausgelöst hatte. "Ich kann mir keine andere Ursache vorstellen", betonte der Stadtwehrleiter der Feuerwehr Bad Schandau, Kai Bigge. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft kann Brandstiftung ohne Personenschaden Freiheitsstrafen von einem bis zu zehn Jahren nach sich ziehen.