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Zahnarztpraxis in Ottendorf-Okrilla ausgeräumt - Haftstrafen für Moldawier

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Sie wollten in Deutschland arbeiten, gingen aber einem Kriminellen auf den Leim und wurden selbst kriminell. Vor fünf Monaten räumten sie eine Zahnarztpraxis in Ottendorf-Okrilla aus. Heute wurden die beiden Moldawier verurteilt. Der Bautzener Amtsrichter Dirk Hertle schickte sie für ein Jahr und drei Monate hinter Gitter.

Wie ein Häufchen Elend saßen sie da - die beiden Cousins Alexander und Igor, 29 und 24 Jahre. Sie waren im März in einen Flixbus nach Prag gestiegen. Dort wurden sie von einem gewissen Maxim abgeholt. Er hatte ihnen Arbeit versprochen. Zunächst sollten sie aber ihm zu Diensten sein.

In einem angemieteten Kleinbus fuhren die Drei zu einer Zahnarztpraxis nach Ottendorf-Okrilla. Die beiden Angeklagten stiegen über eine Aluleiter ein. Sie stopften Bohrer, Schläuche, Zangen, Lampen und anderes Zahnarztbesteck für über 50.000 Euro  in Reisetaschen und Rucksäcke. Als sie wieder rauskamen, klickten die Handschellen. Die Polizei nahm die Moldawier fest. Hintermann Maxim konnte aber flüchten und untertauchen.

Richter Dirk Hertle sprach von einer spektakulären und dreisten Tat mit Bezug zur organisierten Kriminalität. Beide gestanden und bereuten, doch die Identität  von Maxim – des Hintermanns - wollten sie nicht preisgeben. Hätten sie Ross und Reiter genannt, wären sie möglicherweise mit Bewährung davongekommen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.