Zahlreiche Feuerwehreinsätze wegen Sturmtief Nadia
Wegen des Sturms sind bei Polizei und Feuerwehr in Sachsen zwischen Samstagabend und Sonntagmittag zahlreiche Notrufe eingegangen. Grund waren meist umgestürzte Bäume.
Betroffen war unter anderem die B95 in Thum. Die Bundesstraße war am Sonntagmorgen für rund eine Stunde dicht, weil ein Baum in eine Oberleitung gefallen war. Baustellenabsperrungen und Müllcontainer machten sich selbstständig. Auto und Gebäude wurden beschädigt.
So zum Beispiel in Chemnitz auf der Johann-Richter-Straße. Auf dem Sonnenberg krachte auf der Pestalozzistraße ein Baum auf einen Garagenkomplex. In den Dresdner Stadtteilen Laubegast und Großzschachwitz hatten sich Trampoline gelöst und mehrere Autos beschädigt.
In Dresden wurden rund 60 wetterbedingte Einsätze gezählt, in Raum Chemnitz, Erzgebirge und Mittelsachsen waren es rund 35. In der Oberlausitz musste die Feuerwehr über 100 Mal ausrücken. Über Verletze ist nichts bekannt.
Über den Fichtelberg fegte der Sturm mit voller Orkanstärke von bis zu 130 km/h hinweg. Auf dem Gipfel gab es einen Schneesturm. Autofahrer kämpften am Sonntagvormittag mit Schneeverwehungen, es war kaum noch was zu sehen, die Sicht betrug teils nur wenige Meter berichtet unser Reporter vor Ort. Fahrzeuge bekamen einen dicken Eispanzer und wurden massiv zugeschneit.
In Oberwiesenthal trotzen die Wintersportler dem Schneesturm. Zwar stellte der Vierersessellift im dortigen Skigebiet schon am Samstag seinen Betrieb ein, wie René Lötzsch, Chef der Fichtelberg Schwebebahn, sagte. Die Schwebebahn selbst und die Schlepplifte fuhren aber weiter.