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Zahl der Drogentoten verdreifacht sich in Sachsen

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Die Zahl der Drogen­toten ist in Sachsen im vergan­genen Jahr so stark angestiegen wie in keinem anderen Bundes­land. Mit 27 Toten habe sich die Zahl im Vergleich zu 2014 beinahe verdrei­facht, teilte das Bundes­kri­mi­nalamt (BKA) in seinem Jahres­be­richt zur Rauch­gift­kri­mi­na­lität am Donnerstag mit. Damals waren zehn Menschen an den Folgen ihres Rausch­gift­kon­sums gestorben.Gründe für diesen starken Anstieg konnte das Landes­kri­mi­nalamt (LKA) Sachsen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht nennen. Es sei jedoch zu beobachten, dass im Freistaat vor allem die Droge Crystal Meth weit verbreitet sei, sagte ein LKA-Sprecherin. Grund hierfür sei, „dass die Beschaf­fungs­wege bei uns sehr kurz sind“. In der Regel werde die Droge aus Tsche­chien nach Sachsen geschmug­gelt.Im bundes­deut­schen Vergleich schneidet der Freistaat jedoch nicht schlecht ab: Nur in Mecklen­burg-Vorpom­mern, Branden­burg und Sachsen-Anhalt sind bezogen auf die Einwoh­ner­zahl 2015 weniger Menschen an den Folgen ihres Rausch­gift­kon­sums gestorben. Insge­samt beträgt die Zahl der Drogen­toten in Deutsch­land laut BKA-Angaben 1126, das sind 18,8 Prozent mehr als 2014. Die meisten Toten stammen aus Bayern. (DPA)