Wulff in Hoheneck: „Unrecht nicht vergessen!“
Bundespräsident Christian Wulff will die Erinnerung an DDR-Unrecht wachhalten. Dies sei im Interesse einer wehrhaften Demokratie notwendig, damit sich so etwas nie wiederhole, sagte Wulff am Freitag bei einem Besuch im früheren Frauengefängnis Hoheneck in Stollberg. Nach den Worten von Wulff macht dieser Ort betroffen. "Hier ist Menschen extremes Unrecht geschehen, die einfach nur ausreisen wollten", sagte der Bundespräsident und erinnerte an das Schicksal vieler hier inhaftierter Frauen. Es habe auch Folter gegeben. "Wir müssen die Erinnerung für die nachfolgende Generation bewahren." Wulffs Besuch hatte mit einer Kranzniederlegung begonnen. Hintergrund der Visite war der 20. Jahrestag der Gründung des Frauenkreises ehemaliger Insassen. Hoheneck gilt als Synonym für DDR-Frauenhaft unter unmenschlichen Bedingungen.