Wohin steuert Dresdens Innenstadt?
Gute Erreichbarkeit, mehr Sicherheit und attraktive Veranstaltungen machen die Innenstadt zukunftssicher. Das geht aus einer Studie hervor, die vom City Management Dresden e.V. und dem Handelsverband Sachsen in Auftrag gegeben wurde.
Politische Veränderungen, Bevölkerungsentwicklung aber auch Onlinehandel sorgen in vielen Innenstädten für Geschäftssterben. Aktuell machen insbesondere auch die Billig-Plattformen aus China wie Temu oder Shein den Einzelhändlern das Leben schwer.
Im Vergleich zu 2020 gibt es in Dresden einen leichten Rückgang der Verkaufsflächen, insbesondere durch Verkleinerung einiger großer Modemarken wie H&M oder Primark in der Centrum-Galerie. Aktuell stehen 76 Immobilen leer. Veränderungen wird es im kommenden Jahr geben, wenn C&A von der Seestraße auf die Prager Straße umzieht. Herausforderung bleibt es, die Hauptstraße in das Innenstadtkonzept weiter zu integrieren, um dort dem Leerstand entgegenzuwirken.
In einer deutschlandweiten Studie landete Dresden in diesem Jahr vor Leipzig auf Platz 6 der attraktivsten Innenstädte „Damit das so bleibt, müssen wichtige Weichen gestellt werden. Dazu gehört die gute Erreichbarkeit, also keine Einschnitte bei den Taktzeiten der DVB und keine Erhöhung der Parkgebühren.“, so Frederike Kranz, Geschäftsführerin des City Managements Dresden.
Ein weiteres großes Thema ist die Sicherheit insbesondere an neuralgischen Punkten wie der Prager Straße. Positiv wird in diesem Zusammenhang der Stadtratsbeschluss zur „City Wache“ gewertet. Zusätzlich könne durch den Einsatz der City Streetworker das Sicherheitsgefühl der Besucher der Innenstadt verbessert werden. „Die angedachte Einschränkung der Finanzierung des City Streetworks wäre ein Rückschritt“, so Kranz.
Laut Studie konnten die Händler im vergangenen Jahr von den großen Konzerten und Events, aber auch von kleineren Veranstaltungen wie dem Filmfest in Dresden profitieren. Für die Veranstalter müssten jedoch die bürokratischen Hürden abgebaut und Genehmigungsverfahren einfacher werden. Zu einer beliebten Innenstadt gehören nach Auswertung der Marktforscher auch sogenannte „konsumfreie Zonen“ wie Grün- und Freiflächen, Spielplätze und Freizeitangebote.
Begrüßt wird auch der geplante „Grüne Bogen“. Außerdem gehört eine durchgängige Fuß- und Radverbindung vom Hauptbahnhof in Richtung Neustadt zu den Empfehlungen.