Wird die Linie 8 doch nicht verlängert?
Weil die Landeshauptstadt Stadt sparen muss, soll die Planung für die Verlängerung der Straßenbahnlinie 8 im Dresdner Norden eingestellt werden.
Das fordert die CDU im Stadtrat. Die geplante Haltestelle sei fast einen Kilometer von den Chipwerken entfernt, heißt es zur Begründung. Das sei nicht sinnvoll. CDU-Fraktionschefin Heike Ahnert plädiert stattdessen für eine Anbindung des Standortes mit Bussen.
Die Linke kontert und verweist darauf, dass rund zwei Drittel der Kosten über Fördermittel abgedeckt werden. Diese 30 Millionen Euro auszuschlagen, sei unvernünftig, so Linken-Fraktionsvorsitzender André Schollbach. „Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur im Dresdner Norden muss an die enorm wachsenden Chip-Werke angepasst werden. Sonst drohen erhebliche Probleme“ erklärt Schollbach.
Der kurze Abschnitt, der auf der Linie 8 verlängert werden soll, kostet immerhin rund 54 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung Dresden und die Dresdner Verkehrsbetriebe planen die Verlängerung, um die neuen und bestehenden Mikroelektronikstandorte sowie Gewerbegebiete im Dresdner Norden optimal an den öffentlichen Personennahverkehr anzubinden. Mit der Neuansiedlung des taiwanesischen Halbleiterherstellers TSMC und der Erweiterung der bestehenden Werke von GlobalFoundries und Bosch entstehen bis zu 8.000 neue Arbeitsplätze vor Ort und bei Zulieferern.
