Wirbel um Sächsische Gedenkstätten wegen Twitter-Meldung
Die Sächsischen Gedenkstätten haben mit einer asylkritischen Meldung bei Twitter für Wirbel gesorgt. Der Tweet, der vermutlich vom stellvertrenden Geschäftsführer verfasst wurde, ist inzwischen gelöscht. Er hatte geschrieben, Zitat: "Regierung, die sich nicht an Recht & Gesetzt hält, trägt Mitschuld, wenn Bürger sich gegen illegale Einwanderung wehren./BP" (BP sind die Initialien des stellvertrenden Geschäftsführers Bert Pampel). Er bezog sich dabei auf eine weitere Aussage bei Twitter zu einer DLF-Sendung, wonach es sich bei Pegida nur um die Spitze des Eisberges handelt.Die Staatskanzlei schrieb bei Twitter: Lieber Herr #Pampel @gedenkstaetten, mit solchen "Argumenten" kommen wir nicht weiter. Bitte Vorwurf konkretisieren! Sächsische Politiker, wie Wissenschaftsministerin Stange und auch die Staatskanzlei reagierten - ebenfalls per Twitter - irritiert. Der Geschäftsführer der Stiftung Gedenkstätten distanzierte sich von dem Text und löschte diesen. Er teilte per Twitter mit, es handle sich nicht um die offizielle Position der Stiftung. Für eine persönliche Stellungnahme war die Stiftung am Mittwochabend nicht erreichbar.Die Stiftung Sächsischen Gedenkstätten vereinen zum Beispiel die Gedenkstätte Münchner Platz, Bautzner Straße, Pirna-Sonnenstein und an weiteren Orte in Sachsen, die "an politische Gewaltverbrechen von überregionaler Tragweite, von besonderer historischer Bedeutung, an politische Verfolgung, an Staatsterror und staatlich organisierte Morde erinnern."
Lieber Herr #Pampel@gedenkstaetten,mit solchen "Argumenten" kommen wir nicht weiter. Bitte Vorwurf konkretisieren! https://t.co/YNslYbAWIa
— Sachsen (@SachsenDe) 4. November 2015@gedenkstaetten dann sollte es auch gelöscht werden !
— Eva-Maria Stange (@StangeMaria) 4. November 2015