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Wirbel um Sächsische Gedenkstätten wegen Twitter-Meldung

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Die Sächsi­schen Gedenk­stätten haben mit einer asylkri­ti­schen Meldung bei Twitter für Wirbel gesorgt. Der Tweet, der vermut­lich vom stell­ver­trenden Geschäfts­führer verfasst wurde, ist inzwi­schen gelöscht. Er hatte geschrieben, Zitat: "Regie­rung, die sich nicht an Recht & Gesetzt hält, trägt Mitschuld, wenn Bürger sich gegen illegale Einwan­de­rung wehren./BP" (BP sind die Initia­lien des stell­ver­trenden Geschäfts­füh­rers Bert Pampel). Er bezog sich dabei auf eine weitere Aussage bei Twitter zu einer DLF-Sendung, wonach es sich bei Pegida nur um die Spitze des Eisberges handelt.Die Staats­kanzlei schrieb bei Twitter: Lieber Herr #Pampel @gedenk­staetten, mit solchen "Argumenten" kommen wir nicht weiter. Bitte Vorwurf konkre­ti­sieren! Sächsi­sche Politiker, wie Wissen­schafts­mi­nis­terin Stange und auch die Staats­kanzlei reagierten - ebenfalls per Twitter - irritiert. Der Geschäfts­führer der Stiftung Gedenk­stätten distan­zierte sich von dem Text und löschte diesen. Er teilte per Twitter mit, es handle sich nicht um die offizi­elle Position der Stiftung. Für eine persön­liche Stellung­nahme war die Stiftung am Mittwoch­abend nicht erreichbar.Die Stiftung Sächsischen Gedenkstätten vereinen zum Beispiel die Gedenkstätte Münchner Platz, Bautzner Straße, Pirna-Sonnenstein und an weiteren Orte in Sachsen, die "an politische Gewaltverbrechen von überregionaler Tragweite, von besonderer historischer Bedeutung, an politische Verfolgung, an Staatsterror und staatlich organisierte Morde erinnern."