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Wirbel um Hauptangeklagten der Freien Kameradschaft Dresden

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Im Prozess gegen die Freie Kameradschaft Dresden sorgt der Hauptangeklagte für Schlagzeilen. Ein Gerichtssprecher bestätigte, dass man Angaben aus einem TV-Bericht des Magazins "exakt" prüfe. Dass der Prozess in Gefahr sei, wie berichtet wird, sei nach Angaben des Sprechers kein Thema.

Laut Bericht soll der Hauptangeklagte behauptet haben, mit einer Schöffin ein Verhältnis gehabt zu haben. In einem solchen Fall müsse geprüft werden, ob ein Ergänzungsschöffe nachrückt. In diesem Prozess steht ein Ergänzungsschöffe zur Verfügung, der Prozess sei deswegen nicht in Gefahr.

Zudem wird geprüft, ob der Angeklagte ein Tablet mit Internet in der Untersuchungshaft nutzte. Laut TV-Bericht soll angeblich versucht worden sein, andere Prozessbeteiligte zu beeinflussen. Möglicherweise müssten dann Zeugen nochmals neu gehört werden, hieß es von einem Sprecher des Landgerichtes. Dass der Angeklagte ein Tablet hatte, sei korrekt gewesen. Er konnte sich damit auf den Prozess vorbereiten. Internetfähig dürfen die Geräte allerdings nicht sein, dies sei Zuständigkeit der JVA.

Seit über einem Jahr müssen sich fünf Männer und eine Frau am Dresdner Landgericht u. a. wegen Mitgliedschaft bzw. Rädelsführerschaft in einer kriminellen Vereinigung verantworten. Auch gefährliche Körperverletzung und Herbeiführens von Sprengstoffexplosionen wurden angeklagt. Es geht dabei um die Ausschreitungen in Heidenau und den Überfall auch ein alternatives Wohnprojekt in Übigau.