Wirbel um Ermittlungen im Fall des toten Asylbewerbers
Im Fall des getöteten Asylbewerbers von Leubnitz Neuostra hat der Bundestagsabgeordnete Volker Beck eine Anzeige wegen Strafvereitelung im Amt eingereicht. Das berichtet die Dresdner Morgenpost. Demnach sprach die Polizei erst nach der Obduktion von Fremdverschulden. Zudem soll die Spurensicherung laut Beck erst 30 Stunden nach der Tat vor Ort gewesen sein. Am Dienstagmorgen wurde ein 20-Jähriger Asylbewerber auf einem Hof an der Johannes-Paul-Thilman-Straße tot aufgefunden. Der Afrikaner starb an mehreren Messerstichen. Die Wunden in Brust- und Halsbereich wurden laut Staatsanwaltschaft erst bei der Obduktion entdeckt. Unterdessen laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Laut Staatsanwaltschaft werden Anwohner in dem Plattenbaukomplex befragt und mögliche Videoaufnahmen aus Straßenbahnen ausgewertet. Bislange fehle aber noch jede Spur von dem oder den Tätern.