Wintereinbruch in der Region - über 30cm Neuschnee
Der Winter ist am Donnerstag zurück gekommen. Im Osterzgebirge fällt seit Donnerstagmorgen Schnee. Am Nachmittag ging der Regen dann auch im Dresdner Stadtzentrum in Schnee über. Im Osterzgebirge blieben LKW liegen, Busse kamen nicht mehr durch. Auf der B170 ist Winterausrüstung notwendig. Der Winterdienst ist zwischen Altenberg, Schellerhau und Bärenfels im Dauereinsatz. Einige Straßen wurden wegen Schneebruchs gesperrt.Gefahr durch SchneebruchDas größte Problem stellt derzeit die Gefahr von Schneebruch dar, teilte das Landratsamt Sächsische Schweiz/Osterzgebirge mit. Betroffen sind vor allem tiefere Lagen, wo die Temperaturen noch relativ hoch und der Schnee dadurch sehr nass und damit schwer ist. In diesen Gebieten sind die Winterdienstler unterwegs und sorgen Äste ab, damit die gefährdeten Straßenabschnitte sicher bleiben.Straßensperrungen Gegen 14:15 Uhr wurden auf Grund von Schneebruch die K 9011 (von der Gaststätte "Heidehof" bis zur S 193) und die K 9061 zwischen Hirschsprung und Bärenstein gesperrt. Die S190 zwischen Reichstädt und Ruppendorf ist wegen Schneebruchs unpassierbar. Gesperrt ist auch die B172 zwischen Kreuzung Struppen-Siedlung und Kreisverkehr Königstein. Betroffen ist auch die B171 zwischen Schmiedeberg und Sadisdorf, auch dort gab es am Nachmittag eine Vollsperrung wegen umgestürzter Bäume.LKW stehen querEinschränkungen auch auf der B170 zwischen Bahnhof Kurort Kipsdorf und Grenzübergang Altenberg-Cinovec, dort sind Winterreifen oder Schneeketten erforderlich. LKW standen auf der S194 zwischen Grillenburg und Naundorf und auf der S154 im Bereich Hohwald quer. Auch auf S177 zwischen Rossendorf und Eschendorf gibt es Stau durch querstehende LKW.Schüler in Altenberg nach Hause geschicktAm Glückauf Gymnasium in Altenberg sind die Schüler am Donnerstag früher nach Hause geschickt worden. Dort wird auf der Homepage informiert, ob am Freitag der Unterricht ausfällt. Derzeit wird von einem Schulausfall ausgegangen. Eltern und Lehrer sollen sich übers Internet über die Lage informieren.Einschränkungen im BusverkehrIn den Höhenlagen des Osterzgebirges sowie in Teilen der Sächsischen Schweiz kam es seit dem Vormittag zu Einschränkungen im Busverkehr. Oberhalb von Dippoldiswalde hatten zahlreiche Busse des Regionalverkehrs Dresden (RVD) Verspätungen. Die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz (OVPS) meldete Einschränkungen aus dem Bielatal.Auch in Dresden EinschränkungenWie die DVB mitteilten, gab es aufgrund von Schneeglätte auch bei der Linie 61 zwischenzeitlich Einschränkungen. Der Bus fuhr nicht mehr zum Fernsehturm. Die Fahrten endeten bereits in Bühlau/Weißig. Am Mittag war die Strecke wieder frei. Der Winterdienst warin der Fernsehturmstraße in Weißig sowie in der Staffelsteinstraße und Krügerstraße in Loschwitz unterwegs.UnwetterwarnungDer Deutsche Wetterdienst hatte für den Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ein Unwetterwarnung bis Donnerstagvormittag herausgegeben. 10-20 cm Neuschnee wurden erwartet. Für die Stadt Dresden werden 3 bis 8 cm Neuschnee erwartet.Städtischer Winterdienst mit 50 Fahrzeugen unterwegsDer städtische Wintersind hat seine Räumfahrzeuge für den Wintereinbruch gerüstet. Rund 50 Schneepflüge und Streuwagen stehen bereit und 60 Mitarbeiter sind startklar, sagte Reinhard Köttnitz vom Straßen- und Tiefbauamt. In den vergangenen Monaten wurden neue Fahrzeuge angeschafft. Außerdem sind die Lager gut mit Salz gefüllt. Teilweise gibt es noch Restbestände vom vergangenen Winter. DVB mit neuen Schneepflüge im EinsatzBei geschlossener Schneedecke kommen bei den DVB auf den Bergstrecken erstmals die neuen Schieneschneepflüge zum Einsatz. Die beiden Spezialmaschinen wurden im Sommer für 160.000 Euro angeschafft.Flughafen muss Fläche von 76 Fußballfeldern frei haltenAm Flughafen sind 140 Kollegen für den Einsatz auf Rollfeld, Start - und Landebahn vorbereitet. Nach dem Prinzip "Schieben, Kehren, Blasen" muss der Trupp mit Hilfe einer großen Fahrzeugflotte eine Fläche von rund 76 Fußballfeldern frei halten. Die stärkste Fräse schafft 5000 Kubikmeter Schnee pro Stunde und die größte Enteisungsmaschine hat eine Sprühbreite von 45 Metern. Außerdem hilft ein Glatteisfrühwarnsystem - Sonden im und über dem Beton messen Temperatur und Feuchtigkeit und lösen bei Eisgefahr Alarm aus.