Wiederholt Fehlalarme im Asylbewerberheim Meißen
Nach dem Brandanschlag auf die künftige Asylbewerberunterkunft in Meißen gibt es bereits den zweiten Fehlalarm. Zunächst ging die Feuerwehr am Abend einem anonymen Hinweis nach und überprüfte das Gebäude auf der Rauenthalstraße mit Wärmebildkameras. Am Montagmorgen wurde erneut eine Rauchentwicklung gemeldet - wieder ein Fehlalarm. Die Polizei prüft nun, ob Notrufmissbrauch vorliegt. Derweil laufen die Ermittlungen zu dem Feuer in der Nacht zum Sonntag auf Hochtouren. Laut Operativem Abwehrzentrum wurde an zwei Stellen Brandbeschleuniger gefunden. Geprüft wird auch, ob der Anschlag eventuell sogar angekündigt wurde. Unbekannte hatten einen Aufkleber am Gebäude angebracht. Dort wurden u.a. die Privatadressen von Bürgermeister und Landrat veröffentlicht und die Flüchtlinge aufgefordert, dorthin mit dem Taxi zu fahren. Es habe sich dabei aber um keine konkrete Drohung gehandelt, betonte der Meißner Landrat Arndt Steinbach. Das Operative Abwehrzentrum bezieht laut einer Sprecherin auch diesen Vorfall in ihre Ermittlungen mit ein.