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Wieder Zulauf bei Pegida

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Die fremden­feind­liche Pegida-Bewegung hat auch bei ihrem neuer­li­chen Auftritt am Montag­abend in Dresden Zulauf erhalten. Nach einer Auszäh­lung von Studenten der Techni­schen Univer­sität Dresden nahmen zwischen 7500 und 9000 Menschen teil. In der Vorwoche waren "durch­ge­zählt" zufolge rund 7500 Menschen dabei. Pegida spricht dagegen von 20.000 Teilneh­mern.Die Menge skandierte bei dem Rundgang durch die Altstadt "Lügen­presse", "Volks­ver­räter" und "Wir sind das Volk". Am Postplatz versam­melten sich mehrere Hundert Menschen zu einer Gegen­demo unter dem Motto "Volks-Fahrräder". Pegida-Gründer Lutz Bachmann sieht sich unter­dessen mit einer Anklage gegen Volks­ver­het­zung konfron­tiert. Bachmann äußerte sich am Montag kurz zu der Anklage und sagte, sich "nicht mundtot" machen zu lassen.Angriff mit drei Verletzten am Pirnai­schen PlatzNach Ende der Versamm­lungen kam es am Pirnai­schen Platz zu einer Ausein­an­der­set­zung zwischen fünf Personen. Einsatz­käfte konnten vor Ort zwei Tatver­däch­tige (29/33) feststellen. Drei Männer (21/23/23) waren verletzt worden. Der 21-Jährige musste zur Behand­lung in ein Kranken­haus gebracht werden, teilte die Polizei in ihrer Presse­mit­tei­lung mit. Die Polizei hat die Ermitt­lungen wegen gefähr­li­cher Körper­ver­let­zung aufge­nommen. Nähere Angaben, wer wen angegriffen hat, gab es in dem Bericht der Polizei nicht. Ein Sprecher des Lagezen­trums der Polizei konnte auf Nachfrage keine Details nennen.In der Innen­stadt gab es zeitweise kein Durch­kommen für Autofahrer. Die Pegida-Demo war von der Stadt vom Theater­platz auf den Neumarkt verlegt worden, da es zeitgleich in der Semper­oper eine Veran­stal­tung im Foyer gab. Das Dresdner Verwal­tungs­ge­richt hatte die Verle­gung bestä­tigt.