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Wieder junge Mädchen im Georg-Arnhold-Bad belästigt

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Im Georg-Arnhold-Bad sind erneut zwei junge Mädchen (11 und 12 Jahre alt) beläs­tigt worden. Laut Polizei wurden zwei Männer aus Syrien und dem Iran (21 und 31 Jahre alt) vorläufig festge­nommen. Sie sollen die Mädchen am Sonntag­abend gegen 20.30 Uhr im Schwimm­be­cken an Po und Oberschenkel berührt haben.

Die Mädchen alarmierten sofort den Bademeister, die Polizei fasste die verdäch­tigen Männer. Am Montag­vor­mittag wurden sie wieder aus dem Gewahrsam entlassen, teilte eine Polizei­spre­cherin mit. Die Beamten ermit­teln gegen die Männer wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern. Bereits Mitte Januar waren vier Mädchen im Arnhold-Bad belästigt worden, die Staatsanwaltschaft ermittelt in dem Fall.

Der Übergriff im Januar hatte zu einer Debatte um Hausver­bote für Flücht­linge in Schwimm­bä­dern geführt. Stadt und Parteien wie die CDU bezeich­nete entspre­chende AfD-Forde­rungen als Populismus. Man verfolge aber jeden Fall, hieß es.

Hier Interview mit dem zuständigen Bürgermeister Peter Lames hören.</p>

Unter­dessen versam­melten sich am Abend etwa 30 Menschen bei einer spontanen Demons­tra­tion vor dem Arnhold-Bad. Eine Privat­person hatte bei Facebook dazu aufge­rufen, auch rechts­ex­treme Seiten hatten den Aufruf verbreitet. Am Zaun des Bades befes­tigten sie ein Trans­pa­rent mit der Aufschrift Zitat: "Hausverbot für Flücht­linge! Schützt unsere Kinder! Bevor wir es müssen". Vor dem Zaun wurden Grablichter aufge­stellt. Die Polizei war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, einige wenige Gegen­de­mons­tranten wurden auf Abstand gehalten.