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Wieder belasteter Wein in Sachsen entdeckt

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Autor: dpa

 In Sachsen sind rund zwei Jahre nach den letzten Vorfällen erneut verbotene Pflanzenschutzmittel im Wein entdeckt worden. Drei Weinbaubetriebe seien betroffen, sagte eine Sprecherin des Sozialministeriums am Donnerstag auf Anfrage. Zuvor hatte die Sächsische Zeitung berichtet.

Auffällig waren demnach zwei Proben Federweißer sowie eine Probe Landwein. Im Landwein wurde das Mittel Iprodion gefunden, im Federweißer Pirimicarb sowie in der anderen Probe Spiroxamin - überall mit geringem Gehalt. Alle drei Pflanzenschutzmittel sind in Deutschland nicht für den Weinbau zugelassen.

Bei keinem der drei beanstandeten Erzeugnisse - Weine der Abfüllung 2018 - liege eine Gefahr für die Gesundheit vor, betonte das Ministerium. Die zuständige Kontrollbehörde prüfe derzeit, wie das unzulässige Mittel in den Wein gelangen konnte. Das Ministerium verwies zugleich darauf, dass die aktuellen Befunde nur aufgrund der engmaschigen Kontrollen und der verbesserten Überprüfung festgestellt werden konnten. Die Namen der Betriebe oder Weine wollen die Behörden nicht nennen.

Bereits 2016 hatten Funde des im Weinbau nicht zugelassenen Mittels Dimethoat in Sachsen Konsumenten und Behörden beunruhigt - insgesamt sechs Anbaubetriebe waren damals betroffen.

Das Sozialministerium hatte daraufhin angekündigt, die Überwachung zu verschärfen und ein Prüfverfahren eingeführt. Seither werden alle Qualitäts- und Prädikatsweine zentral über die Landesuntersuchungsanstalt (LUA) analysiert.

Der neue Fall zeige jedoch auch, dass das in Sachsen eingeführte System aus Kontrollen funktioniere, erklärte der Weinbauverband Sachsen. Jeder sächsische Qualitäts- und Prädikatswein der in den Regalen stehe, sei geprüft und nachgewiesen einwandfrei.

Laut Ministerium werden die zuständigen Überwachungsbehörden auch künftig - beginnend im Weinwirtschaftsjahr - Stichproben an Keltertrauben, fortgesetzte Proben von Federweißem und im ganzen Jahr Weinproben entnehmen. (mit dpa)