• Sonntag­abend sind die Fenster­scheiben des Lindenhof einge­worfen worden. Nun wurde wieder Butter­säure verteilt. Erst am Wochen­ende gab es dort einen Butter­säure-Anschlag.

    Sonntag­abend sind die Fenster­scheiben des Lindenhof einge­worfen worden. Nun wurde wieder Butter­säure verteilt. Erst am Wochen­ende gab es dort einen Butter­säure-Anschlag.

Wieder Anschlag auf Asyl-Unterkunft Lindenhof in Stetzsch

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Unbekannte haben erneut einen Anschlag auf die neue Asylun­ter­kunft in Dresden-Stetzsch verübt. Wie die Polizei mitteilte, sei im Lindenhof eine übel stinkende Flüssig­keit verteilt worden, vermut­lich Butter­säure.

Gegen 08.30 Uhr sei die Polizei von der Heimlei­tung alarmiert worden, teilte ein Sprecher mit. Auch die Feuer­wehr war vor Ort im Einsatz. Ein Sprecher der Feuer­wehr teilte mit, es seien Luftmes­sungen vorge­nommen worden. Gesund­heits­schäd­liche Stoffe seien nicht festge­stellt worden. Butter­säure sei stark flüchtig und durch herkömm­liche Messme­thoden nach mehreren Stunden nicht unbedingt mehr nachweisbar, auch wenn es noch eine erheb­liche Beruchs­be­läs­ti­gung gebe, sagte Feuer­wehr­spre­cher Ralf Schröder.

Das auch für rechts­ex­treme Straf­taten zustän­dige Opera­tive Abwehr­zen­trum der Polizei hat die Ermitt­lungen übernommen. Wie eine OAZ-Sprecherin mitteilte, sei ein Glas mit Butter­säure in ein offenes Fenster geworfen worden. Die Flüssig­keit habe sich auf dem Fenster­brett verteilt, der Schaden sei gering.

Die Stadt­ver­wal­tung teilte dazu mit:

Vermut­lich über ein angekipptes Fenster gelangte in den Nacht­stunden eine

Flüssig­keit in das verschlos­sene Heimlei­ter­büro. Offenbar war die Menge jedoch so gering, dass die Geruchs­be­läs­ti­gung nicht unmit­telbar durch den Wachschutz sondern erst am Morgen nach dem Öffnen des Büros wahrge­nommen wurde. Entspre­chend dem im Sicher­heits­kon­zept der Einrich­tung festge­legten Verfahren wurde der Vorfall bei Polizei zur Anzeige gebracht. Parallel hat die Feuer­wehr an der Besei­ti­gung des Geruchs gearbeitet.

Der Erstbezug der Einrich­tung wird hierdurch jedoch nicht beein­flusst. Für

die Bewohner und die Heimlei­tung  besteht keine Gesund­heits­ge­fähr­dung.

Gegen 14.45 Uhr trafen die ersten Flücht­linge ein und wurden von Sozial­ar­bei­tern in das Gebäude gebracht.

Bereits am Wochen­ende hatten Unbekannte bei einem Tag der offenen Tür im Lindenhof offen­sicht­lich Butter­säure verteilt. Sonntag­abend waren dann aus einer Gruppe von 30 Personen heraus sechs Fenster­scheiben am Lindenhof einge­worfen worden. An der Esso-Tankstelle an der B6 wurde die Identität von 27 Personen überprüft. Das für Rechts­ex­tre­mismus zustän­dige Opera­tive Abwehr­zen­trum der Polizei ermit­telt.

Die Dresdner FDP verur­teilte die Tat, bei Facebook schrieb die Partei: "Das ist nicht das Dresden, in dem wir alle gemeinsam leben wollen!

(Redak­tio­neller Hinweis: Der Artikel wird fortlau­fend um neue Infor­ma­tionen ergänzt. Stand: 14.50 Uhr)

Bei Facebook veröf­fent­lichte die FDP Dresden dieses State­ment: