Widerstand gegen Asylheime in Dresden wächst
Der Widerstand gegen geplante Asylbewerberheime in Dresden wächst. So macht eine Bürgerinitiative mit einer Petition gegen mehrere Unterkünfte in Gorbitz mobil.
Die Stadt will dort unter anderem eine ehemalige Bildungsstätte der Diakonie und eine alte Schule zum Heim umbauen. Anwohner befürchten soziale Spannungen in dem ohnehin überlasteten Stadtbezirk. Sie fordern auch mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung.
„Die Einrichtung von temporären und dauerhaften Flüchtlingsunterkünften an den Standorten Uthmannstraße 26/28 sowie Kesselsdorfer Straße/Altgorbitzer Ring muss zwingend verhindert werden“, heißt es in der Petition. „Alt- und Neugorbitz sind heute mit wenigen Ausnahmen ein gelungenes Beispiel für einen gepflegten, lebendigen und revitalisierten Stadtteil der Landeshauptstadt Dresden - so soll es auch bleiben. Zudem ist der historische Dorfkern Altgorbitz durch eine Erhaltungssatzung der Stadt Dresden geschützt.“
Die Bürgerinitiative Alt- und Neugorbitz distanziert sich ausdrücklich von rechts- und linksradikalem Gedankengut. Sie vertritt eigenen Angaben zufolge die Auffassung, dass gewachsene Werte schützenswerte Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens bleiben müssen.
Die Verwaltung verweist ihrerseits darauf, dass sie im gesamten Stadtgebiet nach geeigneten Flächen suchen muss.
