Wenn's schnell gehen muss: 13 stille Örtchen für Dresden
Dresden investiert rund zwei Millionen Euro in öffentliche Toiletten in der Stadt. Alle 13 Anlagen sollen dabei kostenlos und barrierefrei nutzbar sein, erklärte Baubürgermeister Stephan Kühn auf einem Pressetermin. Als Familienvater weiß er um die Bedeutung öffentlicher Toiletten, wenn's mal dringend wird: „Insbesondere für Familien, ältere Menschen, aber auch Touristen ist es wichtig, gut auffindbare öffentliche Toiletten zu haben. “
In der Neustadt an der Hauptstraße ist am Montag die erste Toilette eröffnet worden. Im Mai folgt eine weitere am Albertplatz. Noch in diesem Jahr sind Standorte im Toeplerpark in Blasewitz und ein Ersatzbau an der Sachsenallee gegenüber vom Gericht geplant. Weitere Anlagen – zum Beispiel auf der Prager Straße oder am Busparkplatz an der Ammonstraße – sollen bis Ende nächsten Jahres entstehen.
Erste „Toilette für alle“ in der Innenstadt
Die erste sogenannte „Toilette für alle“ soll auf der Prager Straße Platz finden. Die Anlage ist noch barrierefreier als ein herkömmliches Behinderten-WC gestaltet. So können Menschen mit schweren Behinderungen die Toilette auch gemeinsam mit einer Begleitperson nutzen. Außerdem ist eine Liege integriert. Die Fertigstellung ist für das kommende Jahr geplant. Das Konzept „Toiletten für alle“ ist ein deutschlandweites Projekt. In Dresden gibt es eine solche Anlage bisher noch nicht.
Im Toilettenkonzept der Stadt sind dabei sowohl der Neubau von sechs Toiletten als auch der Ersatzbau von sieben bereits bestehenden Toiletten enthalten.
