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Weniger Unfälle, mehr Todesfälle - Unfallstatistik 2020

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Die Polizei Dresden hat am Freitag die Verkehrsunfallstatistik für das vergangene Jahr veröffentlicht. Zwei Trends zeichnen sich dabei ab. So gab es insgesamt etwa 12.700 Unfälle in Dresden – das sind 10 Prozent weniger als noch im vergangenen Jahr. Allerdings wurden auch mehr Menschen bei Verkehrsunfällen in der Stadt getötet. So gab es 2020 zehn Verkehrstote - 2019 waren es Sieben.

Häufigste Unfallursachen im vergangenen Jahr waren Vorfahrtsfehler (19,2 Prozent) und Unfälle beim Abbiegen, Rückwärtsfahren oder Wenden (18,6 Prozent). Eine Veränderung im Vergleich zum Vorjahr gab es hier nicht. Wie Polizeisprecher Marko Laske uns sagte, seien zu hohe Geschwindigkeiten aufgrund des Stadtverkehrs in Dresden kein Hauptgrund für Unfälle.

Auch die Unfallschwerpunkte haben sich kaum verändert. Sowohl am Albertplatz als auch am Pirnaische Platz kommt es häufig zu Unfällen. Ebenfalls zu nennen sind die Kesselsdorfer Straße und die Bautzener Straße als Unfallschwerpunkte. 

Die Gesamtanzahl der Unfälle in Dresden ist zwar um zehn Prozent gesunken. Allerdings stieg die Zahl der Unfälle mit Radfahrern um rund elf Prozent. Um derartige Unfälle künftig zu vermeiden hat die Polizei auch die Aktion „Respekt durch Rücksicht“ gestartet. Wir berichteten darüber.

Sowohl im Landkreisen Meißen als auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, sieht die Entwicklung der Unfallzahlen ähnlich aus. Im Landkreis Meißen gab es 5.000 Verkehrsunfälle, was einem Rückgang um 8,7 Prozent entspricht. 13 Menschen kamen ums Leben (2019: 9 Personen). Im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge gab es 5.440 Verkehrsunfälle. Das sind etwa elf Prozent weniger. Jedoch gab es auch hier elf Verkehrstote (2019: 7 Personen).

Auf den Autobahnen im Bereich der Polizeidirektion Dresden gab es 2020 1.400 Unfälle. Damit ist das Unfallgeschehen im vergleich zu 2019 nur leicht zurück gegangen. 2019 waren es noch rund 1.600 Unfälle.