Weniger Teilnehmer bei Pegida - Bachmann wieder da
Nach einer einwöchigen Pause und der Spaltung der Bewegung hat Pegida am Montagabend nach Polizeiangaben rund 2.000 Menschen auf dem Neumarkt versammelt. Dabei trat auch Ex-Vereinsvorstand Lutz Bachmann wieder ins Rampenlicht. Er begrüßte die Teilnehmer von der Rednerbühne und hielt eine Abschlussrede. Bachmann kritisiert Zentralrat der JudenDabei kritisierte er u. a. den Vorsitzenden des Zentralrates der Juden und berichtete von einem Dankesbrief von jüdischen Mitbürgern aus Hannover. Zugleich relativierte er sein "Hitler-Selfie" und sprach von bearbeiteten und gekürzten Facebook-Kommentaren. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen der ausländerfeindlichen Kommentare. Bachmann hatte im Zusammenhang mit Ausländern von "Viehzeug", "Dreckspack" und "Gelumpe" gesprochen. Dies hätte jeder schonmal am Stammtisch gesagt, so Bachmann. Diese Äußerungen hatten zur Spaltung von Pegida geführt, Bachmann hatte seinen Vorstandsposten abgelegt. Nun trat er wieder an die Öffentlichkeit, Interviews wollte Bachmann nicht geben.Lippmann: "Völkisches Herangehen"Der Grünen-Landtagsabgeordnete Valentin Lippmann verfolgte die Reden auf dem Neumarkt. Lippmann sagte, dies scheine nun der harte Kern zu sein, der sich in Richtung völkisches Herangehen radikalisiere. Der erneute Auftritt von Bachmann zeige, wie es um das Thema Glaubwürdigkeit bestellt sei.Zulauf zurückgegangenZur letzten Demo des islamkritischen Bündnisses waren noch mehr als 17.000 Menschen auf den Theaterplatz gekommen. Danach kam es wegen eines Streites der Organisatoren zur Spaltung. Bei der Veranstaltung von Kathrin Oertels "Direkte Demokratie für Europa" versammelten sich am Sonntag etwa 500 Menschen auf dem Neumarkt.400 Menschen auf dem PostplatzAuf dem Postplatz versammelten sich am Abend rund 400 Menschen zum Gegenprotest. Bei der Kundgebung für ein weltoffenes Dresden gab es nach kurzen Eingangsworten viel Musik. Vor Ort war auch Kunstministerin Eva-Maria Stange. Die Polizei war mit 600 Beamten aus Sachsen im Einsatz. Nach ersten Angaben blieb alles ruhig. Die Frauenkirche hatte während der Pegida-Demonstration die Beleuchtung abgestellt.