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Weniger neue Flüchtlinge in Sachsen

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Dresden/Chemnitz (dpa/sn) - Die Zahl der in Sachsen ankom­menden Flücht­linge hat deutlich abgenommen. Derzeit würden pro Tag gut 200 Menschen eintreffen, im November seien es pro Tag noch etwa 460 bis 560 Personen gewesen, teilte die für die Aufnahme und Vertei­lung der Asylbe­werber zustän­dige Landes­di­rek­tion der „Sächsi­schen Zeitung“ (Donnerstag) mit.   „Seit Ende November gehen die Zahlen deutlich zurück“, sagte Holm Felber, Sprecher der Landes­di­rek­tion. Das bedeute aber nicht, dass dadurch weniger Menschen auf die Kommunen in Sachsen verteilt würden. Die Lage entspanne sich höchs­tens in Einzel­fällen.  In Sachsen leben derzeit laut Landes­di­rek­tion etwa 11.000 Menschen in Erstauf­nah­me­ein­rich­tungen. Ein Großteil werde künftig in Städten und Gemeinden des Landes unter­ge­bracht, sagte Felber. Innen­mi­nister Markus Ulbig will Flücht­linge nach eigenen Worten aber auch im Winter abschieben - einen Abschie­be­stopp werde es nicht geben. Experten zufolge hängt der Rückgang mit den Grenz­maß­nahmen der Balkan-Staaten zusammen: Mehrere Länder verwei­gern Flücht­lingen zum Teil die Weiter­reise nach Deutsch­land. In den Monaten Oktober (14.339) und November (16.859) regis­trierte die Landes­di­rek­tion in diesem Jahr bislang die meisten Neuan­kömm­linge.