Weiteres Urteil zu Ausschreitungen in Heidenau
Mehr als zwei Jahre nach den Ausschreitungen in Heidenau ist ein weiteres Urteil gefallen. Ein heute 20-Jähriger ist am Dresdner Amtsgericht wegen schweren Landfriedensburches zu zwei Jahren und acht Monaten Haft verurteilt. Er hatte demnach bei den Ausschreitungen vor dem ehemaligen Praktiker im August 2015 gezielt Gegenstände auf Polizisten geworfen. Auch beim Angriff auf Ausländer beim Stadtfest 2016 war er beteiligt. LKA-Sprecher Tom Bernhardt: "Hintergrund der Straftaten aus dem Jahr 2015 waren die gewaltsamen Proteste gegen die Eröffnung einer Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in einem ehemaligen Heidenauer Baumarkt. Der zur damaligen Tatzeit noch Jugendliche hatte sich aktiv an Angriffen gegen Polizeibeamte beteiligt, indem er gezielt Gegenstände in deren Richtung warf. Mehrere Polizeibeamte wurden dabei verletzt. Im Rahmen der umfangreichen Ermittlungen im Verfahren der Generalstaatsanwaltschaft Dresden, gab es zahlreiche Hinweise, auswertbares Bildmaterial und Zeugenaussagen, durch die der nunmehr Verurteilte eindeutig als Täter identifiziert werden konnte."Im Rahmen der Verhandlung am Amtsgericht Dresden musste sich der Angeklagte außerdem noch wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Verstößen gegen das Versammlungsgesetz sowie Körperverletzung und Sachbeschädigungen verantworten, hieß e. Der junge Mann befand sich während der Gerichtsverhandlung bereits in U-Haft. Das Urteil fiel bereits am Freitag vergangener Woche, wurde aber erst jetzt bekannt. Da es sich um eine Jugendstrafsache handelte, bestand Abstimmungsbedarf mit dem Generalstaatsanwalt, teilte ein LKA-Sprecher auf unsere Anfrage mit. Deswegen wurden auch keine nähere Angaben zum Alter oder der Identität des Angeklagten gemacht.