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Weitere Zeugenaussage belastet Rädelsführer der Gruppe Freital

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Im Terror­pro­zess gegen die rechts­ex­treme "Gruppe Freital" sind weitere Aussagen gegen die mutma­ß­li­chen Rädels­führer Timo S. und Patrick F. bekannt­ge­worden. In einer Verneh­mung habe ein Freitaler NPD-Funktionär die beiden als "Hardcore-Rechte" bezeichnet, denen er die Anschläge zutraue, sagte ein Polizei­be­amter am Diens­tag­vor­mittag vor dem Oberlan­des­ge­richt Dresden. Die beiden hätten sich demnach zuneh­mend radika­li­siert. Der NPD-Mann wird in einem geson­derten Ermitt­lungs­ver­fahren der Mitglied­schaft in einer Terror­ver­ei­ni­gung beschul­digt. Er war in der vergan­genen Woche selbst als Zeuge im Prozess geladen, hatte aber mit Hinweis auf die gegen ihn laufenden Ermitt­lungen des General­bun­des­an­walts keine Aussage gemacht.

Angeklagter erkrankt

Der siebte Prozesstag wurde am Mittag aufgrund der Erkran­kung eines Angeklagten unter­bro­chen, teilte eine Sprecherin der Oberlan­des­ge­richtes mit. Die Verhand­lung soll kommende Woche Dienstag fortge­setzt werden.

Sieben Männer und eine Frau stehen seit Anfang des Monats unter anderem wegen Bildung einer terro­ris­ti­schen Verei­ni­gung vor dem Oberlan­des­ge­richt.