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Krank, angefeindet, zerrissen: Weißwassers OB gibt auf

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Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch gibt auf. Er tritt zur Wahl am 1. September nicht mehr an, kündigte der 53-Jährige in einer am frühen Morgen verbreiteten Pressemitteilung an. Pötzsch begründete seine Entscheidung mit gesundheitlichen und anderen persönlichen Problemen (Trennung von seiner Frau)  und seiner damit verbundenen „eingeschränkten Leistungsfähigkeit“,  große Projekte in der Stadt umzusetzen.  Pötzsch sieht zudem sich und seine Familie seit einigen  Monaten mit massiven Anfeindungen konfrontiert.  Gerüchte, Unterstellungen, Anschuldigungen und Verleumdungen  könne er nicht mehr hinnehmen. „Und die erfahrungsgemäß zu erwartenden potenzierten Angriffe in der heißen Phase bis zur OB-Wahl schon gar nicht.“

Für die Umsetzung der bevorstehenden und laufenden Großprojekte brauche es noch „einen langen Atem, viel Kraft, einen starken Willen und viele Nerven sowie Überzeugungskraft“. Sie müssten von „ einer geeigneten, demokratiefreundlichen, souveränen und charismatischen Person“ fortgeführt werden. „In meiner derzeitigen körperlichen und mentalen Verfassung bin ich das leider nicht.“ Pötzsch ist seit mehreren Wochen krankgeschrieben. Die Amtsgeschäfte führen seine vom Stadtrat bestimmten Stellvertreter.

Die Entscheidung falle ihm sehr schwer und zerreiße ihn förmlich.

Der 53-jährige Pötzsch steht seit 14 Jahre an der Spitze von Weißwasser.

 

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Knut-Michael Kunoth