Weinlese so früh wie nie in Sachsen
In diesem Jahr startet die Weinlese in Sachsen so früh wie noch nie. Die Winzer von Schloss Wackerbarth ernten seit Montagvormittag die ersten Trauben des 2018er-Jahrgangs, teilte ein Sprecher des staatlichen Weingutes mit.
Durch den warmen Frühling und Sommer sind die Trauben drei Wochen früher reif als üblich. Begonnen wird mit den "Solaris"-Trauben, die sich für Federweißen und Cuvee-Weine eignen. Im April zählte Sachsen mit über 250 Sonnenstunden zu den wärmsten und sonnenreichsten Regionen Deutschlands. Der Mai war im Elbtal ebenfalls sehr warm, sonnenreich und trocken. Dadurch fand die Blüte der Reben bereits Ende Mai und damit rund drei Wochen früher als üblich statt, teile der Wackerbarth-Sprecher mit.
"Die Trauben sind gesund und präsentieren sich in einem guten Zustand„, sagte Weinbaumeister Till Neumeister. "Daher gehen wir von einem qualitativ und quantitativ ausgewogenen Jahrgang aus. Für verlässliche Prognosen ist es jedoch noch immer zu früh. Denn die kommenden Wochen sind auch in diesem Jahr entscheidend für die Erntemenge und den Geschmack der Trauben."