Warum jetzt wieder Weinbergfeuer gemacht werden
In den Weinbergen von Radebeul lodern in der Nacht auf Mittwoch tausende Lichter. Die Winzer machen kleine Feuer, um ihre Rebstöcke zu schützen. Denn im Elbtal wird vor allem in den Morgenstunden noch mal teilweise heftiger Nachtfrost erwartet.
Allein bei Schloss Wackerbarth müssen 100.000 Rebstöcke in gefährdeten Lagen warmgehalten werden. Dazu legen die Mitarbeiter in acht Weinbergen und Junganlagen in Diesbar-Seußlitz, Laubach, Weinböhla und Radebeul eine Nachtschicht ein.
Die Reben in den frostgefährdeten Weinbergen von Schloss Wackerbarth befinden sich derzeit im sogenannten Wolle-Stadium, bei dem der Knospenausbruch langsam beginnt. In dieser Phase sind sie besonders anfällig für Spätfröste. Die Minustemperaturen bedrohen vor allem junge Triebe, die durch die plötzliche Kälte braun werden und absterben können. Dies kann zu Ernteeinbußen im aktuellen Weinjahr, aber auch zu Folgeschäden in den kommenden Jahren führen. Besonders gefährdet sind Junganlagen und Weinberge, auf denen die Kälte nicht abfließen kann.
