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Warum eine Texanerin Dresden malt

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Pfingsten steht vor der Tür, die Stadt wuselt wieder von Touristen aus nah und fern. Dresden ist beliebtes Städtereiseziel. Doch auch zum Studieren kommen viele in die Stadt. 

Eine junge Frau, die wir jetzt an der Brühlschen Terrasse antrafen, hatte einen ganz besonderen Grund. Kelly Mann blickt konzentriert auf ihren Block, fixiert die Silhouette der Frauenkirche und bringt sie dann detailgenau aufs Papier. Sie lässt sich gern dabei fotografieren, erklärt, warum sie nach Dresden kam: „Ich bin Professorin an der Abilene Christian University in Texas und mit elf Studenten hier. Sie lernen gerade Freiluftmalerei.Wir bereisen ganz Europa und malen, was wir sehen.“ Und was fasziniert sie so an Dresden? „Die Architektur! Ich persönlich lehre Innenarchitektur und Design. Ein großer Teil meiner Studenten studiert das im Hauptfach. Also war es vor allem die Geschichte und Architektur, die uns gereizt hat.

Die Stadt sei “wunderschön„, zum Verlieben. “Ich habe ein bisschen recherchiert bevor wir die Reise angetreten haben, weil ich den Studenten erklären wollte, warum Dresden wichtig ist. Die Symbolik, die dahinter steht, beim Neuaufbau auch alte Materialien zu verwenden, fand ich wirklich wichtig„, so Kelly Mann.

Drei Wochen sind sie insgesamt in Sachsen, wohnen in Leipzig, wo die US-Uni eine Dependance unterhält. Kelly Mann war zum ersten Mal in Dresden - aber sicher nicht das letzte Mal. Übrigens kommen nach Polen die meisten ausländischen Dresden-Touristen aus den USA. Knapp 83.000 übernachteten im vergangenen Jahr in der Stadt.

Audio:

Kelly Mann im Gespräch mit Claudia Lord