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Wann stellt Dresden endlich die Brunnen an?

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In vielen anderen Städten sprudeln längst die Brunnen und sorgen für mehr Lebensqualität - in Dresden dagegen tut sich Mitte Mai immer noch nichts. Bis auf einige Ausnahmen sind die Brunnen alle aus. 

Dabei hatte die zuständige Bürgermeisterin Eva Jähnigen in diesem Jahr eigentlich einen Normalbetrieb angekündigt. Das war allerdings eine Täuschung der Öffentlichkeit, vermutet Team Zastrow im Stadtrat. Offenbar versuche die Verwaltung - wieder mal - bei den Brunnen zu sparen. Es habe bisher genug Anlässe gegeben, die Brunnen endlich anzuschalten, teilte die Fraktion mit. Im vergangenen Jahr hatte das die Verwaltung erst nach massiven Protesten der Bürger getan.

Drückt die Umweltbürgermeisterin auf die Bremse?  

„Wir werden der zuständigen Umweltbürgermeisterin Jähnigen (Grüne) beim Thema Brunnen wieder Druck machen und dafür kämpfen, dass zeitnah alle rund 100 Dresdner Brunnen wieder sprudeln“, erklärt Fraktionschef Holger Zastrow. „ Inzwischen muss man an der Kompetenz der Bürgermeisterin nicht mehr zweifeln. Ihr fehlt offenbar jegliche Kompetenz. Alle Dinge, die Menschen Freude bereiten, sind für sie entweder Kostenfaktoren, wie die Brunnen oder bürokratische Vorgänge, wie Konzerte, Feste oder Feuerwerke, die es zu verhindern gilt.“

Was sagt die Stadtverwaltung dazu? 

Aus dem Rathaus heißt es dazu: In dieser Woche werde man weitere, kleinere und mittelgroße Brunnen in Betrieb nehmen. Und nach Pfingsten sollen auch größere Anlagen wie zum Beispiel auf dem Albertplatz und auf dem Altmarkt „überprüft und angestellt“ werden. Folgende Wasserspiele würden bereits sprudeln: der Märchenbrunnen im Hermann-Seidel-Park, der Rebeccabrunnen an der Dreikönigskirche, der Queckbrunnen und der Mozartbrunnen in der Bürgerwiese.

Unsere Frage, warum die Inbetriebnahme der Brunnen hinausgezögert wird, blieb unbeantwortet.