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Waldbrand in der Nähe der Bastei eingedämmt

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Der Waldbrand im Nationalpark Sächsische Schweiz ist unter Kontrolle. Das Feuer breitet sich nicht weiter aus, sagte uns am Freitagvormittag eine Sprecherin des Landratsamtes in Pirna. Am Donnerstagnachmittag waren etwa 4000 Quadratmeter Waldboden in der Nähe der Bastei in Brand geraten. Über 140 Feuerwehrleute, sowie Experten der Bergwacht waren in dem schwer zugänglichen Gelände am Hirschgrund, zwischen Kurort Rathen und Stadt Wehlen, im Einsatz.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstifung

Nach unseren Informationen ermittelt die Polizei wegen Verdachts der fahrlässigen Brandstifung. Am Brandort gibt es Hinweise darauf, dass illegale übernachtet wurde. Übernachtungen im Nationalpark (boofen) sind zur Zeit absolut verboten, illegale Lagefeuer hatten in den vergangenen Wochen immer wieder für Waldbrände gesorgt.

Update 15:20 Uhr Löscharbeiten gut vorangekommen

Der Waldbrand in der Sächsischen Schweiz in der Nähe der Bastei ist nach gut 24 Stunden unter Kontrolle. Eine von zwei Schlauchleitungen kann nun wieder abgebaut werden, teilte der Bürgermeister von Rathen, Thomas Richter, auf unsere Anfrage mit. Eine zweite Leitung bleibt vorsorglich liegen, um mögliche Glutnester abzulöschen.

Neben den 140 Feuerwehrleuten von 15 Wehren ist auch die DRK Bergwacht im Einsatz, die 15 Kletterexperten sicherten die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten in dem schwer zugänglichen Gelände. Die Bergwacht konnte um 15:00 Uhr ihren Einsatz beendet, die Restlöscharbeiten werden von der Feuerwehr allein bewältigt, teilte ein Sprecher mit.

10:30 Uhr Feuer unter KontrolleSeit 06:30 Uhr ist die Feuerwehr wieder zwischen Wehlen und Rathen unterwegs um Glutnester zu löschen. 15 Wehren mit 140 Kameraden sind im Einsatz. Unterstützt werden sie vom Rettungsdienst und der Bergwacht. Weil das Gelände schwer zugänglich und zerklüftet ist, müssen die Feuerwehrleute von den Bergrettern zum Löschen sogar abgeseilt werden. Das DRK bereitet derzeit eine Ablösung der 13 Kletterspezialisten vor. Die Bergwacht bereitet sich auf einen längeren Einsatz vor, hieß es.Das Feuer im Hirschgrund am Fels "Kraxelbürderscheibe" war am Donnerstag entdeckt worden. Durch die Trockenheit und stürmische Windböen breitete sich der Brand schnell aus. Zu Schäden und Ausmaß kann aktuell noch keine Aussage getroffen werden, hieß es vom Landratsamt.

Der Rathener Bürgermeister, Thomas Richter, sagte bei uns im Interview am Vormittag, er sehe im Wald noch Rauch aufsteigen. Die Kameraden der Feuerwehr leisten eine sehr gute Abeit. Eine Gefahr für den Kurort Rathen bestehe nicht.

Das Landratsamt in Pirna veröffentlichte am Vormittag einen aktuellen Zwischenbericht zu den Löscharbeiten:

Beginn der Löscharbeiten am 03.08.2018 war 06:30 Uhr. Das Feuer breitet sich derzeit nicht weiter aus, eine Gefährdung für Kurort Rathen besteht nicht.

Es ist geschätzt eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern betroffen.

140 Einsatzkräfte sind vor Ort, darunter Feuerwehren, Rettungsdienste, Bergwacht und Höhenrettung. 15 Feuerwehren sind beteiligt, aus Lohmen, Bad Schandau, Bad Schandau OT Waltersdorf, Bad Schandau OT Prossen, Bad Schandau OT Porschdorf, Kurort Rathen, Dürrröhrsdorf-Dittersbach OT Dobra, Stadt Wehlen, Stadt Wehlen OT Dorf Wehlen, Hohnstein, Hohnstein OT Rathewalde, Königstein, Sebnitz OT Ottendorf, Heidenau, Pirna OT Graupa.

Derzeit werden weitere Kräfte der Feuerwehren Pirna OT Copitz, Sebnitz, Stolpen OT Langenwolmsdorf, Dürrröhrsdorf-Dittersbach und Bad Gottleuba - Berggießhübel zur Ablöse von eingesetztem Personal hinzugezogen.

Der Brand befindet sich in teilweise schwer zugänglichem Gebiet. Die Kameraden der Feuerwehren werden teilweise von der Bergwacht und Höhenrettung gesichert und abgeseilt.

Die Löschwasserversorgung erfolgt:
1.)     Über eine lange Förderstrecke  - Schläuche von der Elbe über 500 bis 600 Meter zum Ort der Wasserübergabe.
2.)     Über eine lange Förderstrecke aus der Zisterne an der Bastei.
3.)     Mittels Tankerumlauf – Förderung aus dem Löschwasserteich in Rathewalde.

Die Einsatzleitung arbeitet unter Zuständigkeit der Gemeinde Kurort Rathen.

Auch das DRK Sachsen veröffentlichte am Mittag einen aktuellen Einsatzbericht:

Seit gestern, dem 2. August, um 14:35 Uhr ist die DRK Bergwacht beim Waldbrand zwischen Kurort Rathen und Stadt Wehlen im Einsatz. Aufgabe der Bergwachten aus Pirna, Sebnitz, Bad Schandau, Dresden und Meißen ist die Absicherung der Feuerwehr und Transporthilfe in dem schwierigen und steilen Gelände.

Vereinzelt seilten sich Bergretter auch zu schwer erreichbaren Brandstellen ab und übernahmen dann die Löscharbeiten. In Summe waren bisher 13 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. Aktuell wird eine Ablösung der Einsatzkräfte zusammengestellt. Die Bergwacht des Deutschen Roten Kreuz in Sachsen bereitet sich auf einen längeren Einsatz vor.