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  • Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden ermittelt nach der Bedrohung eines Wahklkampfteams in Dohna. (Symbolbild)

Wahlkampfteam mit Machete bedroht

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Ein Wahlkampfteam der Partei „Die Linke“ soll in Dohna mit einer Machete bedroht worden sein. Der Staatsschutz der Polizeidirektion Dresden hat die Ermittlungen aufgenommen.

Bisherigen Erkenntnissen zufolge verteilten fünf Wahlhelfer im Alter von 14 bis 20 Jahren am Mittwoch Werbematerialien an Haushalte an der Weesensteiner Straße. Dabei kam ein Unbekannter auf sie zu und bedrohte sie zunächst verbal. Anschließend tauchte er mit einer Machete auf.

Die Wahlhelfer konnten unverletzt flüchten und erstatteten Anzeige.

„Die Linke“ verurteilt den Vorfall

Susanne Schaper, Landesvorsitzende von Die Linke Sachsen, erklärte zu dem Vorfall des bedrohten Linke-Wahlkampfteams:

„Es fehlen einem die Worte. Man denkt, man hätte alles gesehen und dann kommen immer neue, noch schockierendere Ereignisse. Wie kann es sein, dass eine Gruppe Wahlkämpfender am helllichten Tag mit einer Machete bedroht wird, weil sie sich demokratisch einbringen? Wenn der demokratische Wettstreit nur noch mit Polizeischutz möglich ist, dann sollte uns das ernsthaft Sorgen bereiten. Unsere Solidarität gilt unseren bedrohten Aktiven. Wir sind in engem Austausch, um ihnen die bestmögliche Unterstützung zu bieten.“

Lisa Thea Steiner, Kreisvorsitzende der Partei Die Linke in der Sächsischen Schweiz - Osterzgebirge und Kandidatin für den Landtag, verurteilt den Vorfall scharf:

„Gewaltandrohungen sind nicht nur ein Angriff auf einzelne Personen, sondern auf die demokratischen Grundwerte unserer Gesellschaft. So schwer es ob der vielen Bedrohungen manchmal fällt: Wir lassen uns nicht einschüchtern. Solche Angriffe können uns nur motivieren, unseren Einsatz für soziale Gerechtigkeit und gegen Faschismus weiter zu verstärken. Wir stehen fest zusammen und kämpfen weiter gemeinsam für eine faire und gerechte Gesellschaft.“

Erst am Dienstag waren Wahlhelfer der Piraten-Partei in Dresden attackiert worden.