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Wachschutz in Heidenau - Bürgermeister warnt vor Hetze

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Angesichts neuer Spannungen und vielen Gerüchten in Heidenau hat Bürger­meister Jürgen Opitz zur Ruhe gemahnt. "Lassen Sie sich nicht von Hetze oder von Aufrufen zu Gewalt verführen oder verun­si­chern!", heißt es in einem am Donnerstag veröf­fent­lichten Aufruf an die Bürger der Stadt. Hinter­grund seien in den vergan­genen Tagen gehäuft auftre­tende Meldungen über Überfälle, Einbrüche und Sachbe­schä­di­gungen in Heidenau. In sozialen Medien wurden Migranten dafür verant­wort­lich gemacht und zur "Gegen­wehr" aufge­rufen. Die Polizei habe ihre Präsenz verstärkt, auch der Staats­schutz sei einge­schaltet, sagte eine Sprecherin. Zudem sollen auch private Sicher­heits­leute für Ruhe sorgen.Am vergangenen Wochenende wurden zehn Autos beschädigt. Am nächsten Abend wurde eine Eskalation befürchtet, ein Polizeigroßaufgebot rückte an.Im Sommer 2015 hatten gewalt­same Ausschrei­tungen vor dem ehema­ligen Praktiker in Heidenau bundes­weit Schlag­zeilen gemacht. Das ehema­lige Baumarkt­ge­bäude wurde zeitweise als Asylnot­un­ter­kunft genutzt. Am Wochen­ende vor dem Bezug eskalierte die Gewalt in mehreren Nächten in Folge. Bei den Ausschrei­tungen sollen auch Mitglieder der "Gruppe Freital" betei­ligt gewesen sein. Im vergangenen Jahr wurden drei Beteiligte zu Haftstrafen verur­teilt.