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VW baut in Deutschland 23.000 Stellen ab – keine Zahlen zu Sachsen

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Volks­wagen wird in Deutsch­land bis 2025 rund 23.000 Stellen strei­chen. Auch Sachsen wird betroffen sein. In welchem Umfang, darüber machte VW keine Angaben. Unter­nehmen und Betriebsrat sprachen am Freitag­vor­mittag in Wolfs­burg von einem Zukunfts­pakt. Der Abbau soll sozial­ver­träg­lich erfolgen, etwa über Alters­teil­zeit.

Unter­nehmen und Gesamt­be­triebsrat einigten sich in Wolfs­burg zudem auf hohe Inves­ti­tionen, um den Konzern fit für die Zukunft zu machen. So sollen auch 9.000 neue Stellen geschaffen werden, so dass in Summe 14.000 Stellen wegfallen.

Prof. Dr. Siegfried Fiebig, Sprecher der Geschäfts­füh­rung von Volks­wagen Sachsen: „Es ist gemein­same Aufgabe von uns allen, unsere sächsi­schen Stand­orte zukunfts­si­cher auszu­richten. Mit dem Zukunfts­pakt haben wir ein Instru­ment geschaffen, das den Weg beschreibt, Orien­tie­rung gibt und Handlungs­spiel­räume definiert. Die Zukunft wird zeigen, wie wir gemeinsam erfolg­reich sind.“

Jens Rothe, Vorsit­zender des Gesamt­be­triebs­rates von Volks­wagen Sachsen: „Der Zukunfts­pakt zeigt, dass bei Volks­wagen Wettbe­werbs­fä­hig­keit und Beschäf­ti­gung weiterhin gleich­ran­gige Ziele sind. Um die Zukunfts­fä­hig­keit zu gewähr­leisten, müssen wir unsere Prozesse effizi­enter gestalten. Dafür haben wir neben der Vollaus­las­tung auch weiter­füh­rende Produkt­zu­sagen, wie den Bau eines E-Fahrzeuges der neuen Genera­tion, erhalten.“

Gunter Sandmann, Chef Kommu­ni­ka­tion VW Sachsen: "Fest steht, der Standort Zwickau wird perspek­ti­visch ein Elektro­fahr­zeug bauen. Für das Motoren­werk Chemnitz steht mittel­fristig ein Konzept für die Neuaus­rich­tung auf moderne Antriebs­sys­teme. Und bereits am Donnerstag wurde der Start­schuss für die neue Ferti­gung des E-Golf in Dresden gegeben."

Der Abgas-Skandal zwingt den Autobauer zum Sparen, zugleich muss der Konzern viel Geld in neue Trends stecken. Außerdem hat die Pkw-Kernmarke seit langem ein Rendite-Problem. Der Hausmarke um Golf und Passat blieben zuletzt von 100 umgesetzten Euro nur rund 1,60 Euro als Gewinn, wovon noch Zinsen und Steuern abgingen. (mit dpa)

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VW-Sachsen-Chef Siegfried Fiebig
Jens Rothe, Vorsit­zender Gesamt­be­triebsrat VW Sachsen
Gunter Sandmann, Kommu­ni­ka­ti­ons­chef VW Sachsen