Vorplanungen für Milliardeninvestition Bahntunnel im Osterzgebirge
Die Vorplanungen für das Mega-Bahn-Projekt von Dresden nach Prag mit einem Tunnel von Heidenau bis Usti (Länge: Mindestens 25 Kilometer) gehen voran.
In zweieinhalb Wochen will die Bahn die Bürgermeister in der Region über mögliche Trassen und die Raumplanung informieren.
Ab dem 9. April sind dann mehrere Bürgerdialogveranstaltungen in Pirna, Heidenau und Dohma geplant. Mitte 2020 soll klar sein, wo der Tunnel genau verlaufen könnte.
Wann wirklich die ersten Züge mit Tempo 200 von Dresden über Heidenau in Richtung Prag rollen, steht noch in den Sternen. Ebenso die Kosten, spekuliert wird über eine Summe von bis zu sechs Milliarden Euro. Seriöse Kostenprognosen liegen allerdings noch nicht vor. Die Kosten soll der Bund tragen.
Die neue Strecke soll die schon heute mit Güterverkehr voll ausgelastete Trasse im Elbtal ablösen. Auch der Personenverkehr würde profitieren, die Fahrzeit zwischen Dresden und Prag würde auf eine Stunde sinken.
Ein Bahntunnel-Bauprojekt in dieser Dimension ist in Deutschland bisher nicht realisiert worden, es ist nach Einschätzung von Experten vergleichbar mit Bauprojekten wie dem Gotthard-Tunnel.